Hinweise für die Antragsstellung

Hinweise für die Antragstellung

Im Folgenden finden Sie wichtige Informationen zur Beantragung von Fördergeldern bei der Stiftung Naturschutz Thüringen. Beachten Sie bitte auch die Allgemeinen Nebenbestimmungen, da diese Bestandteil jedes Zuwendungsbescheides werden. 

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ACHTUNG:

Der nächste Termin, an dem über vorliegende Förderanträge entschieden wird, ist der 25.Oktober 2017.

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1. Einleitung

Die Stiftung fördert gemäß Ihrer Satzung Bestrebungen und Maßnahmen zur Erhaltung und zum Schutz der Natur und zur Pflege der Landschaft. Sie fördert das allgemeine Verständnis für Naturschutz und Landschaftspflege in der Öffentlichkeit und trägt zur Aufbringung der benötigten Mittel bei.

Die folgenden Hinweise für die Antragstellung sollen als Orientierungshilfe dienen. Angesichts der Breite des Förderspektrums und der Besonderheiten jedes Einzelfalls sind die Angaben nicht gleichermaßen auf alle Förderbereiche der Stiftung Naturschutz Thüringen anwendbar. Unter Beachtung der ausschlaggebenden naturschutzfachlichen Bedeutung der Maßnahme im Einzelfall erhöhen eine sorgfältige Darstellung und Begründung die Erfolgsaussichten des Zuwendungsantrags.

Zuwendungen der Stiftung Naturschutz Thüringen werden als Anteilsfinan-zierung gewährt. Da eine Vollfinanzierung des Projektes nicht in Betracht kommt, ist eine angemessene Eigenbeteiligung des Antragstellers Voraus-setzung für eine Zuwendung.

Es wird eindringlich empfohlen, sich vor Einreichung des Antrages die AN-Best-P / alternativ für Kommunen die ANBest-GK (Anlagen 2 und 3 zur VV Nr. 5.1 zu § 44 ThürLHO) durchzulesen. Dieses Regelwerk bildet eine der Hauptgrundlagen einer Zuwendung durch die Stiftung Naturschutz Thürin-gen. Im Zuwendungsfall kann die Nichtbeachtung dieser Regelungen zu einem Abbruch der Zuwendung und ggf. zur Rückforderung der bereits ausbezahlten Mittel führen.

2. Antragsverfahren

Bitte nutzen Sie für Ihren Antrag das Formular „Antrag auf die Gewährung einer Zuwendung durch die Stiftung Naturschutz Thüringen“. Formlose oder anderweitig gestaltete Anträge werden nicht berücksichtigt.

Reichen Sie den Antrag und alle dazugehörigen Unterlagen zeitgleich per E-Mail und original unterschrieben in einfacher Ausfertigung per Post an die Geschäftsstelle der Stiftung Naturschutz Thüringen ein:

Stiftung Naturschutz Thüringen
Kühnhäuser Straße 15
99095 Erfurt



Bitte beachten Sie:

  • Zuwendungen zur Projektförderung werden ausschließlich für solche Vorhaben bewilligt, die noch nicht begonnen wurden (Verbot des vorzeitigen Maßnahmebeginns). Falls Sie das Projekt schon vor der Entscheidung über die Zuwendung beginnen wollen, muss unbedingt zusätzlich zum Zuwendungsantrag formlos und unter Angabe der Gründe die „Befreiung vom Verbot des vorzeitigen Maßnahmebeginns“ beantragt werden.

 

  • Durch die Antragstellung erklären Sie Ihr Einverständnis, dass die Stiftung Naturschutz Thüringen alle im Antrag enthaltenen persönlichen und sachlichen Daten zum Zwecke der Antragsbearbeitung und statistischen Auswertung elektronisch verarbeitet bzw. zur Präsentation der Stiftungsarbeit benutzt. (ausgenommen Telefonnummern und E-Mail-Kontakte)


Nach Eingang des Antrags erfolgt zunächst eine Prüfung auf grundsätzliche Zuwendungsfähigkeit anhand der Förderrichtlinie sowie auf Mittelverfügbarkeit für das beantragte Vorhaben.
Die Anträge werden unbürokratisch bearbeitet. Eine festgelegte Bearbeitungszeit gibt es demnach nicht.
Bei positivem Ergebnis dieser Prüfungen ergeht ein Zuwendungsbescheid, bei Ablehnung des Antrages werden Sie ebenfalls informiert. Über die Höhe der Zuwendung wird im Einzelfall entschieden. Mit dem Zuwendungsbescheid wird das weitere Verfahren der Projektförderung geregelt.

3. Ausgaben-/Kostenplan und Finanzierung

Die Kalkulation der Ausgaben /Kosten/ Eigenleistungen sind entsprechend der im Antragsformular vorgedruckten Anlagen darzustellen.


Hinweis:
Wenn der Zuwendungsempfänger die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug nach § 15 Umsatzsteuergesetz hat, sind nur Nettobeträge zuwendungsfähig. Geben Sie in diesem Fall nur Nettobeträge an!


  • Bei der geplanten Beauftragung Dritter mit einem Betrag von über 500,- Euro müssen dem Antrag mindestens drei Vergleichsangebote beiliegen.
  • Bei Flächenerwerb sind die Kosten für die Eintragung von Dienstbarkeiten zu Gunsten der Stiftung Naturschutz Thüringen mit einzukalkulieren.
  • Die Stiftung Naturschutz Thüringen erkennt Eigenleistungen als Eigenanteil an.
  • Für die Durchführung der geförderten Maßnahme neu anzuschaffende Gegenstände oder Anlagen mit einem Anschaffungs- und/oder Herstellungswert von mehr als 410,00 € brutto (bzw. netto bei bestehender Vorsteuerabzugsberechtigung des Zuwendungsempfängers) werden nur auf Grundlage der, auf die Projektzeit entfallenden AfA-Kosten (AfA - „Absetzung für Abnutzung“) anteilig gefördert.
  • Die absolute Höchstgrenze des möglichen Zuwendungsbetrages liegt bei der Summe der tatsächlich entstandenen Ausgaben abzüglich erzielter Einnahmen (d.h. ohne Eigenleistungen).
  • Die (angefragten / zugesagten / bewilligten) Zuwendungen anderer Fördermittelgeber sind anzugeben.
  • Einnahmen aus Projekterlösen können beispielsweise sein:
    Eintrittsgelder, Teilnahmegebühren an Veranstaltungen, Verkaufserlöse aus geförderten Print- o.ä. Medien, Lizenzverkäufe aus entwickelter Software u.ä.
  • Bei der Beantragung der Förderung von Personalausgaben innerhalb eines Projektes, werden keine höheren Entlohnungen als nach dem jeweils gültigen TVL sowie keine sonstigen über- und außertariflichen Leistungen als zuwendungsfähig anerkannt.

Für die Zuwendungspraxis der Stiftung Naturschutz Thüringen gelten die Bestimmungen der Thüringer Landeshaushaltsordnung (ThürLHO).

4. Projektdarstellung und -begründung

4.1.    Angabe des Förderbereichs
Die Stiftung Naturschutz Thüringen hat insbesondere den Auftrag zur Förderung in folgenden Bereichen:

  • die Forschung auf speziellen Gebieten des Naturschutzes und der Landschaftspflege
  • Maßnahmen zur Aufklärung und Weiterbildung
  • die Pacht, den Erwerb und die sonstige zivilrechtliche Sicherung von Grundstücken für Zwecke des Naturschutzes und der Landschaftspflege
  • Maßnahmen zur Pflege von Schutzgebieten und der Landschaft


4.2.    Objektbezug     (soweit zutreffend)

  • allgemeine Angaben zu örtlichen Lage des Vorhabens und Bereitstellung von aussagekräftigem Kartenmaterial (TK 25; Flurkarten)
  • Angabe flächenbezogener Daten (z.B. Grundstücke, die erworben werden sollen)

-    Gemarkung, Flur, Flurstück
-    Größe (ha)
-    Kaufpreis (€, €/qm), Gestehungskosten
-    Pachtpreis (in €/ha/a)

  • Rechte Dritter, öffentliche Planungen

-    bestehendes Pachtverhältnis oder sonstige Nutzungsberechtigung (Nachweis)
-    laufende Inanspruchnahme staatlicher Programme z.B.:Thüringer Förderprogramm für Naturschutz und Landschaftspflege (NALAP),

  • Thüringisches Kulturlandschaftsprogramm (KULAP); wenn zutreffend: Vertragsnehmer, Maßnahmebeschreibung, Laufzeit

-    dingliche Rechte, Belastungen des Grundstücks
-    Aussage Flächennutzungsplan Landschaftsplan oder anderer Planungen
-    lfd. öffentlich-rechtliche Genehmigungsverfahren oder bestehende Genehmigung mit Bezug zum Antragsobjekt
-    sonstige erforderliche Erlaubnisse/Genehmigungen

4.3.    Naturschutzfachliche Begründung

  •  Bezug zu laufenden oder früheren Förderprojekten:

-    Art und Inhalt des Projektes angeben

  • Charakteristik des Projektgebietes und Beschreibung des Förderobjekts:

-    Naturraum, Geologie
-    gesetzlicher Schutzstatus des Förderobjekts
-    gibt es Naturschutzzwecken dienende Flächen in der Nachbarschaft (Eigentum und Pacht ggf. auch anderer Träger, Naturschutzprogramme etc.)?
-    vorherrschende Biotoptypen auf dem Förderobjekt
-    faunistische und floristisch-vegetationskundliche Ausstattung des Projektgebiets (allgemein)

  • Handlungsbedarf [Maßnahmeziel(e)], z.B.:

-    Begründung bei geltend gemachter Dringlichkeit der Maßnahme (ggf. Antrag auf Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmebeginns stellen!)
-    Abwendung einer bestehenden oder drohenden Gefährdung/Beeinträchtigung
-    Aufrechterhaltung oder Wiederaufnahme der Erhaltungspflege
-    Durchführung biotopverbessernder oder –gestaltender Maßnahmen
-    Förderung dynamischer natürlicher Prozesse
-    Beitrag zur Bewahrung historischer Nutzungsformen
-    Modellcharakter oder Pilotfunktion der Maßnahme.

Soweit zutreffend und sinnvoll wird empfohlen, fachliche Stellungnahmen der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde, der Landesanstalt für Umwelt und Geologie sowie ggf. die Genehmigungen weiterer zuständiger Behörden betroffener Bereiche (Landwirtschaft, Flurneuordnung, Bergbau o.ä.) einzuholen und dem Antrag beizulegen. Dies kann die Antragsbewertung beschleunigen. Im Zuwendungsfall müssen diese Stellungnahmen und/ oder Genehmigungen je nach Fördermaßnahme ggf. ohnehin eingeholt werden.

4.4.    Alternativen


Bestehen für das konkrete Projekt alternative Realisierungsmöglichkeiten (z.B. durch Einbindung in ein staatliches Naturschutzförderprogramm, hoheitliches Tätigwerden)?

4.5.    Betreuung


-    Wer soll ggf. biotopverbessernde Maßnahmen und Erhaltungspflege übernehmen (Maßnahmeträger, Landschaftspflegeverband, Landwirt, ...)?
-    Ist eine Antragstellung auf Förderung aus staatlichem Förderprogramm geplant?

 

Hinweis:
Bei investiven Projekten sind die getätigten Investitionen i.d.R. über die Projektlaufzeit hinaus für die Dauer einer vorgegebenen Zweckbindungsfrist nachweislich in einem dem Förderzweck dienenden Zustand zu erhalten.
Der Zuwendungsempfänger hat für die Dauer der angegebenen Zweckbindungsfristen in geeigneter Weise durch z.B. Wartung, Pflege und  ggf. Unterbringung der geförderten Investitionen deren Funktionstüchtigkeit sicherzustellen.

5. Kontakt

Für Fragen in Zusammenhang mit der Projektförderung wenden Sie sich bitte entweder an Herrn Dr. Franz oder Frau Schrader.

Frau Beate Schrader

Vorstand der Stiftung Naturschutz Thüringen

Stiftung Naturschutz Thüringen, Kühnhäuser Straße 15, 99095 Erfurt

Tel.: 0361/ 3789 283
Fax: 0361/ 3789 282
E-Mail: Beate.Schrader@tlug.thueringen.de

Herr Dr. Dieter Franz

Vorstand der Stiftung Naturschutz Thüringen

Landwirtschaftsamt Hildburghausen, Forstweg 4, 98646 Hildburghausen

Tel.: 03685/ 780 110
Fax: 03685/ 780 299
E-Mail: Dieter.Franz(at)lwa.thueringen.de

 

 


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