Aufgaben und Ziele

Aufgaben und Ziele

„Die Stiftung Naturschutz Thüringen übernimmt in diesem Sinne kein Geschenk, sondern vielmehr eine große Aufgabe. Gemeinsam mit den vielen Akteuren, die seit Jahren aktiv zusammenarbeiten und Projekte umsetzen, ist die künftige Landnutzung nachhaltig, konfliktfrei und im Konsens mit den dort lebenden Menschen zu gestalten,“ 

so heißt es in der Pressemitteilung des Thüringer Umweltministeriums zur Unterzeichnung der oben genannten Vereinbarung. Und diesen Konsens, aber auch den Vorrang des Naturschutzes betont das nachfolgend vorgestellte Thüringer Leitbild zum GRÜNEN BAND, dem sich die Stiftung in ihrer Vereinbarung verpflichtet hat:

  • Die Natur am GRÜNEN BAND hat Vorrang, der einzigartige Naturraum wird erhalten und weiterentwickelt.
  • Im GRÜNEN BAND soll auch für künftige Generationen ein Teil deutscher Geschichte sichtbar und begreifbar werden.
  • Die wirtschaftlichen Potenziale des GRÜNEN BANDES sollen auch für Fremdenverkehr und Naherholung nutzbar gemacht werden.
  • Die komplizierten Eigentumsverhältnisse sind zügig zu klären und neu zu ordnen.
  • Die künftige Landnutzung muss nachhaltig, möglichst konfliktfrei und im Konsens mit den Menschen gestaltet werden.

Inhaltlich untersetzt wird dieser Auftrag durch die ebenfalls in den Vereinbarungen zwischen Bund und Land sowie zwischen Land und Stiftung verankerten und in einem Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben („Bestandsaufnahme GRÜNES BAND“, August 2002) durch das Bundesamt für Naturschutz ermittelten naturschutzfachlichen Werte. Diese sind entscheidender Handlungsmaßstab.

Zusammenarbeit

Es gibt eine Fülle von Wünschen, Anregungen und konkreten Vorschlägen für einzelne Projekte im oder am GRÜNEN BAND. Allein könnten die wenigen Mitarbeiter/innen der Stiftung dieser Aufgabe sicher nicht gerecht werden. Ihnen stehen die Bundesförster für forstwirtschaftliche Maßnahmen von der Verkehrssicherungspflicht über den Forstschutz bis zu Waldumbaumaßnahmen zur Seite. Die Thüringer Landgesellschaft wurde beauftragt, das Liegenschaftsmanagement von den Grundbuch-Angelegenheiten über die Nutzungsrechte bis zur Wahrung der Eigentümerrechte in der Flurbereinigung und vor allem die Datenpflege zu übernehmen. Und schließlich sind da die Ämter für Landentwicklung und Flurneuordnung, die Forst- und Landwirtschaftsämter, die Naturschutzbehörden, die LEADER-RAG’s und alle anderen Akteure, die in landesweiten und regionalen Arbeitsgruppen zusammengefasst werden.

Ziele

Die Stiftung hat ihre Ziele analog des Leitbildes der Landesregierung folgendermaßen zusammengefasst:

  • Naturschutz hat Vorrang, d. h. wertvolle Lebensräume müssen erhalten und entwickelt, gefährdete Arten unterstützt werden.
  • Das GRÜNE BAND soll für die Menschen erlebbar sein (Wahrnehmbarkeit, Umweltbildung).
  • Biotoppflege muss langfristig funktionieren (d. h. in der Regel Pflege durch Nutzung).
  • Die Menschen, die am GRÜNEN BAND leben, sollen sich mit ihm identifizieren können (Inwertsetzung für Naherholung und Tourismus).
  • Das GRÜNE BAND soll verbinden (Zusammenarbeit zwischen den Regionen, Ländern, Bundesländer).

Hierüber möchten wir mit den Akteuren vor Ort in Dialog treten. Nicht zuletzt darüber, mit welchen Mitteln, angefangen bei Eigenmitteln der Stiftung Naturschutz Thüringen über Fördermittel des Landes und des Bundes bis hin zu europäischen Fördermitteln wichtige Projekte umgesetzt werden können. Oder auch darüber, welche Projekte für die Region oder einen einzelnen Nutzer wirtschaftlich attraktiv sind.

Ideen, Vorschläge und Anträge können über die Homepage der Stiftung www.stiftung-naturschutz-thueringen.de, aber gerne auch in persönlichen Gesprächen diskutiert werden.

Nationales Naturmonument

Im Jahr 2016 beginnt die Thüringer Landesregierung mit dem Vorhaben, das Grüne Band Thüringen als Nationales Naturmonument auszuweisen.

Die Stiftung Naturschutz Thüringen wird wegen des hohen Anteils an Flächeneigentum, wegen der fachlichen Kenntnisse und als bereits vor Ort anerkannte Partnerin als besonders geeignet für die Betreuung des zukünftigen Nationalen Naturmonumentes Grünes Band eingeschätzt. Zur engen Einbindung aller Akteure wird die Bildung eines Fachbeirates erwogen.

Links:

http://www.tagesspiegel.de/politik/die-ehemalige-grenze-als-biotop-vom-todesstreifen-zur-gruenen-bruecke/14630786.htmlhttp://www.tagesspiegel.de/politik/die-ehemalige-grenze-als-biotop-vom-todesstreifen-zur-gruenen-bruecke/14630786.html

 

 

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