Stiftung aktuell
Das GRÜNE BAND im mdr
Am 31. Januar 2012 wurde im mdr Thüringenjournal über die Arbeit der Stiftung am GRÜNEN BAND berichtet. Den Beitrag finden Sie hier: http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/video37272_zc-7931f8bf_zs-2d7967f4.html
Meldung vom Donnerstag, 2.02.2012
Eine Schneise für die Natur – Banker pflegen das GRÜNE BAND
Dass Banker mit Zahlen umgehen können ist bekannt, dass sie sich auch für die Natur einsetzen eher weniger. Und dies dazu auch noch mit körperlicher Arbeit!
Aber genau dies geschah am Samstag, den 08.10. am Grenzturm Probstzella. ![]()
Trotz Kälte und Nässe – der Sommer hatte sich am Vortag verabschiedet – arbeiteten 8 Frauen und 3 Männer der Volksbank Saaletal e.G. am Grenzturm Probstzella, um eine Schneise für den Naturschutz zu schlagen. Unterstützt durch Mitarbeiter des Bauhofes von Probstzella, die mit der Motorsäge die größeren Bäume fällten, wurden junge Gehölze entfernt, Äste zersägt und Geäst und Stämme weggeschleppt. Die Stimmung war gut und sogar die Kinder von Bürgermeister Marko Wolfram durften mithelfen.
Foto Falko Gaudig
Die Helfer erfuhren, dass man hier, an der ehemaligen Grenze noch Reste eines europaweit einmaligen Biotopverbundes entdecken kann, der von Finnland bis zum Balkan reicht. Früher „Eiserne Vorhang“ handelt es sich heute um ein GRÜNES BAND, in dem man viele Tiere und Pflanzen findet, die in unserer intensiv genutzten Landschaft selten geworden sind. Braunkelchen, Wanstschrecke und seltene Orchideen haben von der unmenschlichen Grenze profitiert und sollen nun ihren Lebensraum behalten, während gleichzeitig die Menschen das GRÜNE BAND als Erinnerungslandschaft erleben.
Dies zu erreichen ist nicht immer einfach. Christine Kober von der Naturparkverwaltung Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale und Beate Schrader von der Stiftung Naturschutz Thüringen wissen ein Lied davon zu singen. „Die Stiftung ist stolz darauf, nun Eigentümerin der ehemaligen Bundesflächen im GRÜNEN BAND Thüringen zu sein“ so Beate Schrader, „aber es ist unendlich schwer, wenigstens einen Teil der Flächen offen zu halten.“ Sicher dient auch eine naturnahe Waldentwicklung dem Naturschutz und ist an vielen Stellen gewollt, doch gerade das extensiv genutzte Offenland mit seinen seltenen Arten macht das GRÜNE BAND zu etwas Besonderem. „Wir haben zwar schon viele wichtige Partner für das Grüne Band gewinnen können, aber das reicht bei Weitem noch nicht“, ergänzt Christine Kober: „Leider gibt es immer weniger Schäfer.“
So machten sich Naturparkverwaltung und Stiftung auf die Suche nach freiwilligen Helfern. Und fanden sie in Gestalt von tatkräftigen Mitarbeitern der Volksbank. Sie packten gründlich zu und so wurde ein Stück des alten Grenzzauns freigelegt. Am Ende waren sich alle einig: Die Aktion hat Spaß gemacht und sollte unbedingt wiederholt werden!
Hintergrund
Die Stiftung Naturschutz Thüringen ist eine öffentlich rechtliche Stiftung des Freistaates Thüringen und fördert aus Kapitalerträgen sowie aus Mitteln der Ausgleichsabgabe unterschiedliche Projekte zur Erhaltung und zum Schutz der Natur und zur Pflege der Landschaft. Sie betreut die landeseigenen Naturschutzflächen und ist darüber hinaus Eigentümerin umfangreicher Liegenschaften. Den weitaus größten Anteil nehmen dabei die national bedeutsamen Flächen am GRÜNEN BAND ein. Gut 20 Jahre nach dem Mauerfall wurden der Stiftung diese ehemals bundeseigenen Flächen übertragen - etwa3900 ha, das ist mehr als ein Viertel des gesamten GRÜNEN BANDES in Deutschland.
Leider ist am GRÜNEN BAND wie auch in anderen Teilen unserer Landschaft eine immer stärkere Polarisierung zu beobachten: Es wird entweder intensiv als Acker, Grünland oder Forstfläche genutzt oder es droht zu verbrachen. Letzteres besonders, wenn der Standort zu steil, zu nass, zu trocken oder zu mager ist. Diesen Trend will die Stiftung als neue Eigentümerin der Flächen umkehren und dem extensiv genutzten Offenland wieder eine Chance geben. Gerade extensiv genutzte Offenlandflächen sind in Deutschland selten geworden und bieten Lebensraum für zahlreicher bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Durch die Pflege sollen wieder Heideflächen entstehen, wo neben der Heidelerche auch Eule, Laubsänger, Goldammer und Zeisige erwartet werden. Diese Vogelarten brauchen nämlich neben Bäumen offene Flächen zur Nahrungssuche. Fledermäuse orientieren sich mit ihrer Ultraschallortung an den Randstrukturen und auch Wald- und Zauneidechse sowie zahlreiche Tagfalter wie Schillerfalter, Trauermantel und Admiral werden dann wieder zu beobachten sein.
Meldung vom Donnerstag, 6.10.2011
Dr.Volker Sklenar neuer Stiftungsratsvorsitzender
Am 21. Februar um 10.30 Uhr stellen wir im Naturkundemuseum Erfurt, Herrn Minister a.D. Dr. Volker Sklenar als unseren neuen Stiftungsratsvorsitzenden vor. Herr Dr. Sklenar ist ja bundes-, und natürlich erst recht Thüringen weit, als Landwirtschafts- und Umweltminister bestens bekannt. Gerade deshalb freuen wir uns sehr, dass er bereit war, den Vorsitz des Stiftungsrates zu übernehmen. Deshalb wollen wir den Wechsel im Rahmen eines kleinen Festaktes bekanntgeben. Gleichzeitig wird der scheidende Stiftungsratsvorsitzende, der Präsident der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie, Herr Klaus-Rainer Hoffmann verabschiedet. Er hat die Stiftung seit 2002 begleitet und in dieser Zeit zu immer größeren Aufgaben geführt. Von diesen Aufgaben und aus der Arbeit des Vorstandes berichtet Herr Dr. Dieter Franz.
Außerdem überreicht Herr Dr. Sklenar als erste „Amtshandlung“ einen Förderbescheid an den Naturschutzbund Thüringen (NABU). Mit dieser Förderung will der NABU in mehreren Regionen des Landes gleichzeitig einen Langen Tag der Natur durchführen. Nach dem Muster des Tages der offenen Gärten werden an vielen Stellen am gleichen Tag die unterschiedlichsten Veranstaltungen stattfinden. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie lassen die Menschen die Natur und den Naturschutz erleben. Deshalb liegt dieses Projekt Herrn Dr. Sklenar besonders am Herzen: „Jeder Euro, den wir in die Umweltbildung stecken, ist gut investiertes Geld.“
Alle weiteren Mitglieder des Stiftungsrates finden Sie hier.
Meldung vom Freitag, 18.02.2011
Übernahme des GRÜNEN BANDES
Am 2. September 2009 unterzeichnet die Stiftung Naturschutz Thüringen eine Vereinbarung mit dem Freistaat Thüringen zur Übernahme des GRÜNEN BANDES
Das GRÜNE BAND Thüringen, so wird die ehemalige Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland genannt. Wo früher Stacheldraht und Minen herrschten, regiert heute die Natur. Ein einzigartiger Biotopverbund ist dort entstanden, wo Jahrzehnte lang niemand einen Fuß zu setzen wagte. Braunkelchen, Wanstschrecke und seltene Orchideen haben von der unmenschlichen Grenze profitiert und sollen nun ihren Lebensraum behalten, während gleichzeitig die Menschen das GRÜNE BAND als Erinnerungslandschaft erleben.
Diese doppelte Verantwortung, das GRÜNE BAND für die Natur zu erhalten und zu entwickeln, aber auch für die Menschen im Gedenken an die deutsche Teilung erlebbar zu machen, verlagert sich nun auf die Schultern der Stiftung Naturschutz Thüringen. Etwa 4000 ha im GRÜNEN BAND, die heute noch von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verwaltet werden, sollen in Kürze in das Eigentum der Stiftung wechseln.
Dies schließt nicht aus, dass auch danach noch einige Flächen nach Mauergesetz auf die Alteigentümer übertragen werden. Man geht daher nur von einem Umfang von ca. 3600 bis 3800 ha aus, die dauerhaft bei der Stiftung verbleiben. Bedenkt man, dass das GRÜNE BAND in Deutschland insgesamt ca. 1400 km lang ist und dabei auf Thüringen ca. 763 km mit ca. 6400 ha, also gut die Hälfte, entfallen, so bedeutet dies, dass die Stiftung Naturschutz Thüringen mehr als ein Viertel des GRÜNEN BANDES in Deutschland betreut.
„Es ist ein riesiger Vertrauensbeweis für die Stiftung“, so das Vorstandsmitglied Herr Dr. Dieter Franz anlässlich der Unterzeichnung, “mit dem heutigen Tag peu à peu das Eigentum und die Verantwortung für den Erhalt, die Pflege und Weiterentwicklung der dem Freistaat zustehenden Liegenschaften im Grünen Band übernehmen zu dürfen.“
Rückblende: Bereits 2003 begannen die Gespräche der Länder mit den Bundesministerien für Finanzen und Umwelt mit dem Ziel, die im Bundesbesitz befindlichen Flächen des GRÜNEN BANDES in das Eigentum der Bundesländer zu übertragen. Der Freistaat Thüringen stellte in Folge dessen im Dezember 2003 den Antrag auf unentgeltliche Zuordnung der bundeseigenen Flächen. Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vom November 2005 heißt es: „Wir werden daher gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzflächen des Bundes (inkl. Flächen des „GRÜNEN BANDES“) … unentgeltlich in eine Bundesstiftung einbringen oder an die Länder übertragen.“ Trotzdem dauerte es noch drei weitere Jahre und bedurfte langer, zäher Verhandlungen um die Übernahme der Personalkosten für die bislang im GRÜNEN BAND tätigen Bundesförster bis am 9. November 2008 eine Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Freistatt Thüringen unterzeichnet werden konnte.
Somit war der Weg frei, eine Vermögenszuordnung zugunsten der Stiftung Naturschutz zu beantragen. Fast frei, denn mit Kapitalerträgen zwischen 100.000 und 150.000 € im Jahr war und ist die Stiftung deutlich überfordert, die eingangs zitierten Aufgaben bei der Entwicklung des GRÜNEN BANDES zu erfüllen. Folgerichtig musste wiederum eine Vereinbarung zwischen Freistaat und Stiftung abgeschlossen werden, nach der sich die Stiftung verpflichtet, das „GRÜNE BAND für künftige Generationen als Teil des Nationalen Naturerbes wie auch als Teil deutscher und europäischer Nachkriegsgeschichte im Sinne eines grünen Mahnmals sichtbar und begreifbar zu machen.“ Gleichzeitig verpflichtet sich der Freistaat, die Stiftung bei der Verwaltung, Erhaltung und Entwicklung des GRÜNEN BANDES im notwendigen Umfang zu unterstützen und stellt sie von allen Haftungsansprüchen bezüglich Altlasten und Kampfmitteln frei.
Zum 1. Januar soll es nun soweit sein. Unabhängig vom konkreten Stand der Vermögenszuordnung des einzelnen Flurstücks sollen alle ehemaligen Bundesflächen in den Besitz der Stiftung gehen.
Und dann?
Schon jetzt gibt es eine Fülle von Wünschen, Anregungen und konkreten Vorschlägen für einzelne Projekte im oder am Grünen Band. Allein könnten die wenigen Mitarbeiter/innen der Stiftung dieser Aufgabe sicher nicht gerecht werden. Ihnen stehen die Bundesförster für forstwirtschaftliche Maßnahmen von der Verkehrssicherungspflicht über den Forstschutz bis zu Waldumbaumaßnahmen zur Seite. Die Thüringer Landgesellschaft wird voraussichtlich das Liegenschaftsmanagement von den Grundbuchangelegenheiten über die Nutzungsrechte bis zur Wahrung der Eigentümerrechte in der Flurbereinigung und vor allem die Datenpflege übernehmen. Und schließlich sind da die Ämter für Landentwicklung und Flurneuordnung, die Forst- und Landwirtschaftsämter, die Naturschutzbehörden, die LEADER-RAG’s und alle anderen Akteure, die in landesweiten und regionalen Arbeitsgruppen zusammengefasst werden.
Die Stiftung hat ihre Ziele analog dem Leitbild der Landesregierung in 5 Punkten zusammengefasst:
- Naturschutz hat Vorrang, d. h. wertvolle Lebensräume müssen erhalten und entwickelt werden, gefährdete Arten unterstützt werden.
- Das GRÜNE BAND soll für die Menschen erlebbar sein (Wahrnehmbarkeit, Umweltbildung).
- Biotoppflege muss langfristig funktionieren (d.h. in der Regel Pflege durch Nutzung).
- Die Menschen, die am GB leben, sollen sich mit ihm identifizieren können (Inwertsetzung für Naherholung und Tourismus).
- Das GB soll verbinden (Zusammenarbeit zwischen den Regionen, Ländern, Staaten).
Hierüber möchte sie mit den Akteuren vor Ort in Dialog treten. Nicht zuletzt darüber, mit welchen Mitteln, angefangen bei Eigenmitteln der Stiftung über Fördermittel des Landes und des Bundes bis hin zu europäischen Fördermitteln sinnvolle und notwendig Projekte umgesetzt werden können. Oder auch darüber, welche Projekte für die Region oder einen einzelnen Nutzer wirtschaftlich attraktiv sind.
Ideen, Vorschläge und Anträge können über die Homepage der Stiftung www.stiftung-naturschutz-thueringen.de, aber gern auch in einem persönlichen Gespräch an den Mann und an die Frau gebracht werden.
Für Rückfragen:
Beate Schrader, Tel:.0361/3789283, Beate.Schrader@tlug.thueringen.de
Meldung vom Freitag, 11.09.2009
Logo als Download
Ab sofort können Sie als unser Projektpartner das Logo der Stiftung Naturschutz Thüringen in verschiedenen Formaten von der Seite Downloads laden.
Hinweise zur Nutzung erhalten Sie auf der Seite Logo.
Meldung vom Donnerstag, 1.06.2006
Ausstellung Stiftung Naturschutz Thüringen
In einer Ausstellung stellt die Stiftung sich und ihre Tätigkeit dar.

Auf 9 Tafeln werden die Förderschwerpunkte anhand von Beispielen vorgestellt. Für die Besucher liegt zusätzlich ein Faltblatt aus.
Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. 
Wenn Sie Interesse haben, die Ausstellung bei sich zu präsentieren oder Vorschläge haben, wo die Ausstellung gezeigt werden könnte, so wenden Sie sich bitte an die Leiterin der Geschäftsstelle der Stiftung Naturschutz Thüringen Frau Beate Schrader (Tel. 0361/3789283).
Weitere Informationen und Fotos zur Ausstellung finden Sie auf der Seite Ausstellung.
Fotos: Rolf Knebel
Meldung vom Freitag, 27.01.2006
Projektdokumentation auf der Website
Die Stiftung Naturschutz Thüringen wird die geförderten Projekte zukünftig ausführlich auf ihrer Website dokumentieren. Eine Thüringenkarte und die umfangreiche Suchfunktion ermöglichen Interessierten gute Orientierung und erlauben einen detaillierten Einblick in die geleistete Förderarbeit.
Meldung vom Dienstag, 17.01.2006

