Gymnasium Fridericianum Rudolstadt und AG „Naturschutz“ Bermbach des NABU wurden geehrt
Erfurt. Umweltminister Jürgen Reinholz übergab im Augustinerkloster den mit 5.000,- Euro dotierten „2. Thüringer Naturschutzpreis“ der Stiftung Naturschutz Thüringen. Die Jury hatte beschlossen, den Preis in diesem Jahr gleichberechtigt und zu gleichen Teilen an das Gymnasium Fridericianum Rudolstadt und die Arbeitsgemeinschaft „Naturschutz“ Bermbach des Naturschutzbundes Deutschland zu vergeben. Daneben erhielten 5 Gruppierungen Anerkennungsurkunden.
Unter dem Motto „Jugend engagiert sich für die Natur – Naturschutzprojekte von jungen Leuten zwischen 10 und 20“ hatte die Stiftung Naturschutz Thüringen im Frühjahr diesen Jahres den 2. Thüringer Naturschutzpreis ausgelobt.
Von den eingereichten Bewerbungen kamen letzten Endes 13 in die engere Auswahl und die eigens hierfür gebildete Jury bestimmte dann die beiden Hauptpreisträger und die Gruppen, die Anerkennungsurkunden erhalten.
Dr. Dieter Franz vom Vorstand der Stiftung verlas bei der
Preisverleihung die Begründung der Jury für die beiden Hauptpreisträger: „Beide Preisträger haben sich auf ganz unterschiedliche Weise hervorragend für die Natur engagiert. Die Arbeitsgruppe „Naturschutz“ Bermbach des Naturschutzbundes Deutschland beschäftigt sich mit dem Schutz der Wasseramsel. Sie hat durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen eine Wiederbesiedlung der Bermbach durch die Wasseramsel erst möglich gemacht. Das Projekt zeichnet sich durch eine klare Zielstellung, konsequente Durchführung, saubere Ergebnisdokumentation und begleitende Öffentlichkeitsarbeit aus. Das Projekt und insbesondere seine Ausführung sind ein hervorragendes Lehrbeispiel für künftige ähnliche Vorhaben.
Das Gymnasium „Fridericianum Rudolstadt“ engagiert sich seit Jahren in verschiedenen Arbeitsgruppen am ehemaligen Grenzstreifen, dem Grünen Band bei Lichtenhain. Besonders bemerkenswert ist hierbei die Ideenvielfalt bei der Auswahl einzelner Aktionen und die Kombination von klassischen Elementen des Naturschutzes (wie Biotoppflege) mit modernen
Ansätzen der Umweltbildung auf Erlebnisbasis. Insbesondere das Zusammenspiel von Naturschutz und erlebbarer jüngster deutscher Geschichte erhöht den pädagogischen Wert dieses Projektes. Beide Projekte zeichnen sich durch hohen naturschutzfachlichen Sachverstand aus, wirken nachhaltig und erfüllen so die Kriterien des diesjährigen Thüringer Naturschutzpreises in hervorragender Weise“.
Beide Preisträger erhielten einen Pokal, eine Urkunde und die Begründung der Jury sowie jeweils ein Preisgeld in Höhe von 2500.- €.
Anerkennungsurkunden und einen Anerkennungsbetrag von 100 € erhielten Tizian Carl und Christopher Busch aus Haina, das Regionale Förderzentrum „J. H. Pestalozzi“ Sondershausen, das Staatliche Gymnasium Arnstadt, die Naturschutzbund Thüringen in Jena sowie die AG Umwelt und Naturschutz des Rhön-Gymnasiums Kaltensundheim.

