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Jahresbericht

Jahresbericht

2009

Im Jahr 2009 lag der Schwerpunkt in der Arbeit der Stiftung auf den Vorbereitungen zur Übernahme der bundeseigenen Flächen am GRÜNEN BAND. 
Nachdem bereits im November 2008 mit der Vereinbarung zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und dem Freistaat Thüringen zur Übertragung von gesamtstaatlich repräsentativen Naturerbeflächen im GRÜNEN BAND die Grundlagegeschaffen worden war, ging es 2009 darum, durch Verträge zwischen Freistaat und Stiftung sowie zwischen der Stiftung und verschiedenen Dienstleistern die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Flächen zum 1. Januar 2010 tatsächlich in den Besitz der Stiftung übergehen können. Diesem Thema ist ein eigenes Kapitel in unserem Jahresbericht gewidmet.

Daneben lief – nach überstandener Wirtschaftskrise – das Fördergeschäft wiederverstärkt an, auch wenn das Niveau von 2007 noch nicht erreicht ist. So wurden im Jahr 2009 zehn Projekte mit einer Fördersumme von 93.256,28 € gefördert, davon sieben Projekte aus Kapitalerträgen und drei Projekte aus Mitteln der Ausgleichsabgabe. Die Eigenprojekte wurden hinsichtlich des Flächenerwerbs weitgehendabgeschlossen. Über die kurze Vorstellung der Projekte in diesem Berichthinaus finden Sie weitere Informationen auf unserer Homepage www.stiftungnaturschutz-thueringen.de.

Am 08.09.2009 kam mit dem Abschluss eines Geschäftsbesorgungsvertrages zwischen der Stiftung Naturschutz Thüringen und dem Freistaat Thüringen ein neues Aufgabenfeld zur Stiftung. Sie ist seit diesem Tag für die naturschutzfachliche Betreuung von 1.400 ha landeseigenen Naturschutzflächen verantwortlich. Die Flächen sollen als ökologisch wertvolle Flächen dauerhaft erhalten und entwickelt werden.
Die Stiftung leitet auf Basis der naturschutzfachlichen Erfordernisse das ortsbezogene Management und Bewirtschaftungsregelungen ab. In der Regel können ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe für die angepasste Bewirtschaftung der Flächen gewonnen werden. Aber auch in der Wasserwirtschafts- und der Flurbereinigungsverwaltung hat die Stiftung bereits Partner für erste Maßnahmen gefunden.

Auch im Stiftungsrat gab es Veränderungen. Der Landesnaturschutzbeirat ist jetzt mit zwei Mitgliedern, Herrn Martin Weigand und Herrn Dr. Burkhard Vogel im Stiftungsrat vertreten, deren Vertreter sind Herr Professor Norbert Müller und Herr Martin Biedermann. Für das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz TMLFUN wurden zusätzlich Herr Peter Ritschel, und als sein Vertreter Herr Volker Gebhardt berufen.

Im Juni/Juli 2009 hatte die Stiftung Naturschutz Thüringen die Naturschutzstiftungender anderen Bundesländer sowie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt für drei Tage zu Gast. Schwerpunktthema der Tagung war die Flächenverwaltung in Händen der Stiftungen, wobei die Fragestellungen von fachlichen Aspekten bis zum Steuerrecht reichten. Mit Vorträgen, Exkursionen und vielen Gesprächen am Rande verging die Zeit wie im Fluge und die Teilnehmer/-innen verließen Erfurt um einige (angenehme) Erfahrungen und Erkenntnisse reicher.