Einzelansicht

Jahresbericht

Jahresbericht

2011

Das Jahr 2011 war für die Stiftung ein Jahr, in dem trotz europäischer Finanzkrise Vieles vorwärts ging. Wir haben insgesamt 18 Projekte mit einer Fördersumme von 146.894,14 Euro unterstützt, davon 11 Projekte aus Kapitalerträgen mit einem Fördervolumen von 68.341,33 Euro und 7 Projekte aus der Ausgleichsabgabe mit einem Fördervolumen von 78.552,81 Euro.

 

Bei den Eigenprojekten konnten wir die Maßnahmen an dem Altarm im NSG „Alte Werra“ abschließen. Der Altarm wurde entschlammt. Weitere 1,5947 ha Land bzw. Tauschland konnten erworben werden. Daher sind wir zuversichtlich, im nächsten Jahr auch die Neubegründung von Auwald auf der gegenüberliegenden Werraseite umsetzen zu können. Das Flurbereinigungsverfahren für das Projekt „Alperstedter Ried“ ist angelaufen und so sind wir dem Ziel der Erhaltung dieser einzigartigen Moorlandschaft ein gutes Stück näher gekommen. Neben dem Kooperationsprojekt mit der Stadt Erfurt zur „Anlage von Wegebegleitstrukturen in Agrarlandschaft“ haben wir uns eine weitere Kooperation vorgenommen. Der „Lange Tag der Natur“, in diesem Jahr erstmalig landesweit und noch als Förderprojekt realisiert, soll ab 2012 gemeinsam mit dem NABU Landesverband Thüringen e.V. veranstaltet werden.

 

Die Arbeit in dem dritten Aufgabenfeld der Stiftung, der naturschutzfachlichen Betreuung der Landesnaturschutzflächen, lief trotz größerer Umstrukturierungen und eines Personalwechsels im für diese Flächen zuständigen Referat des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLNU) in seinen gewohnten Bahnen. Problembereiche, wie z.B. das hinsichtlich der Stauanlagensicherheit problematische Plothener Teichgebiet, lassen allerdings für die Zukunft einen höheren Arbeitsanfall erwarten.

 

Viel Arbeit, aber auch viel Freude und Erfolge bescherte uns das GRÜNE BAND. Hier konnten in diesem Jahr zahlreiche Pachtverträge abgeschlossen werden, die die Pflege und Erhaltung dieses europaweit einzigartigen Biotopverbundes und Mahnmals der deutschen Geschichte gewährleisten. Dabei wurden nicht nur bereits bestehende Nutzungen erhalten bzw. extensiviert sondern auch zahlreich zusätzliche Flächen in Nutzung genommen, um die für das GRÜNE BAND typischen Offenlandbiotope zu entwickeln. Ein deutschlandweit exemplarisches Monitoring begleitet diese Entwicklung und eine umfangreiche Datenbank dokumentiert Bestand, Erfolge und den Handlungsbedarf für die Zukunft.

 

Der Jahreswechsel brachte dann noch eine freudige Überraschung. In Anerkennung der von uns geleisteten Arbeit stockte das Land das Stiftungskapital erneut um drei Millionen auf, sodass die Stiftung jetzt über ein Kapital von 9,1 Millionen Euro verfügt.