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Jahresbericht

Jahresbericht

2012

Das Jahr 2012 war für die Stiftung in finanzieller Hinsicht sehr erfolgreich. Das zum Ende des Jahres 2011 hinzugekommene Kapital von weiteren 3 Millionen (das Stiftungskapital lag somit bei 9,1 Millionen) konnte gewinnbringend angelegt werden und unsere Hausbank erwirtschaftete eine Performance von 10% Kursgewinnen. Die Einnahmen aus Zinsen und Dividenden lagen mit über 190.000 Euro deutlich über dem erwarteten Niveau.

Insgesamt wurden 25 Förderprojekte mit einer Fördersumme von 291.312,00 Euro bewilligt, davon 16 Projekte aus den Kapitalerträgen mit einem Fördervolumen von 75.698,25 Euro und 9 Projekte aus Mitteln der Ausgleichsabgabe mit einem Fördervolumen von ca. 215.613,75 Euro.

Einen besonderen Höhepunkt der Arbeit stellte wieder die Verleihung des Thüringer Naturschutzpreises dar. Nur wo Landwirtschaft und Naturschutz zusammenarbeiten, können beide gewinnen. Um diesem Motto Nachdruck zu verleihen, hat die Stiftung Naturschutz Thüringen den diesjährigen Naturschutzpreis für gelungene Kooperationsprojekte zwischen Naturschutz und Landwirtschaft ausgelobt. Am 11. Oktober übergab Dr. Günter Breitbarth als für Naturschutz zuständiger Abteilungsleiter des Umweltministeriums im Rahmen eines Festaktes im Augustinerkloster den mit 5.000,- Euro dotierten Preis. Die Jury hatte beschlossen, ihn in diesem Jahr gleichberechtigt und zu gleichen Teilen an den Landschaftspflegeverband „Thüringische Rhön“ und die LEADER Aktionsgruppe Hildburghausen mit ihren jeweiligen Kooperationspartnern zu vergeben. In beiden Fällen stand das Thema „Naturschutz durch Beweidung“ im Vordergrund.

Auch bei der Pflege und Entwicklung des Grünen Bandes spielt dieses Thema eine große Rolle. Die ehemaligen Bundesflächen sind seit dem 1. Januar. 2010 im Besitz der Stiftung. Zur Gewährleistung der Pflege und Erhaltung dieses europaweit einzigartigen Biotopverbundes und Mahnmals der deutschen Geschichte wurden auch in diesem Jahr zahlreiche Pachtverträge abgeschlossen. Dabei wurden nicht nur bereits bestehende Nutzungen erhalten bzw. extensiviert sondern auch zahlreich zusätzliche Flächen in Nutzung genommen, um die für das GRÜNE BAND typischen Offenlandbiotope zu entwickeln. Ein deutschlandweit exemplarisches Monitoring begleitet diese Entwicklung und eine umfangreiche Datenbank dokumentiert Bestand, Erfolge und den Handlungsbedarf für die Zukunft.

Für das Kooperationsprojekt mit dem Naturschutzbund Thüringen zur Durchführung eines „Langen Tages der Natur“ haben der NABU-Landesverband und die Stiftung Naturschutz Thüringen im November die UN-Dekade-Auszeichnung für den Erhalt der Biologischen Vielfalt verliehen bekommen. Umweltstaatssekretär Richwien überreichte die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ausgelobte Auszeichnung am 9. November im Rahmen einer Pressekonferenz. Unter dem Motto „NATUR PUR“ laden der NABU und unterschiedliche Akteure jedes Jahr zu einer Entdeckungsreise in die Vielfalt der heimischen Natur ein. Über 2000 Menschen haben sich an den diesjährigen Veranstaltungen beteiligt.

Auch bei den Eigenprojekten ging es voran. Anlässlich des Deutschen Naturschutztages 2012, der im September in Erfurt stattfand, stellte die Stiftung Naturschutz Thüringen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen einer Exkursion den  Stand und die Ziele des Flurneuordnungsverfahrens im Alperstedter Ried vor. Das Flurneuordnungsverfahren soll die Voraussetzungen für eine Wiedervernässung des Moores und die Anlage eines Moorlehrpfades schaffen.

An der Werraschleife bei Frankenroda gelang es der Naturparkverwaltung, einen Bereich von ca. 12 ha aus Landesmitteln zum Zwecke des Naturschutzes zu erwerben. Dieser Bereich soll nun als Eigenprojekt der Stiftung naturnah entwickelt und umgestaltet werden. Durch Uferaufweitungen sowie die Anlage von Feuchtmulden und einer Flutmulde wird außerdem das Retentionsvolumen erhöht.

Weniger erfreulich gestaltete sich die Entwicklung beim Personal der Geschäftsstelle. Die seit November 2010 bestehende Lücke auf der Stelle des Haushälters wurde auch 2012 lediglich  durch anteilige Unterstützung einer Mitarbeiterin des Haushaltsreferates der TLUG und zeitweise Abordnung eine Mitarbeiters des TMLFUN überbrückt. Wie es 2013 weitergehen könnte und weitere Informationen zu den verschiedenen Projekten der Stiftung und ihrer Fördernehmer finden Sie auf den folgenden Seiten.