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Jahresbericht

Jahresbericht

2013

Das Jahr 2013 war zwar durch sinkende Zinsen gekennzeichnet, gleichwohl konnte die Stiftung, nicht zuletzt Dank des in 2012 noch einmal deutlich auf 9,1 Millionen erhöhten Stiftungskapitals, Zinseinnahmen in Höhe von 268.557,64 Euro verbuchen.

Insgesamt wurden 17 Förderprojekte mit einer Fördersumme von 288.670,59 Euro bewilligt, davon neun Projekte aus den Kapitalerträgen mit einem Fördervolumen von 157.637,51 Euro und acht Projekte aus Mitteln der Ausgleichsabgabe mit einem Fördervolumen von ca. 131.033,08 Euro.

Planmäßig wurde der Thüringer Naturschutzpreis ausgelobt, der 2014 unter dem Motto “Thüringer Natur und Naturschutz in den Medien“ verliehen werden soll.

Wie bereits in den Vorjahren stand das Grüne Band im Mittelpunkt unserer Arbeit. Seit der Übernahme der Flächen zum 01.10.2010 wurden in Zusammenarbeit mit der ThLG als Liegenschaftsverwalter 95 Pachtverträge über insgesamt 1240 Hektar neu abgeschlossen, davon allein 32 Verträge in 2013. Insgesamt sind von den Eigentumsflächen der Stiftung Naturschutz Thüringen gegenwärtig ca. 1.810 Hektar des Grünen Bandes auf Grundlage von 130 Verträgen verpachtet. Somit ist für fast die Hälfte der Stiftungsflächen am Grünen Band (47 %) eine vertraglich vereinbarte und den Belangen des Naturschutzes entsprechende Nutzung gewährleistet.

Auf ca. 10 Hektar wurden verbuschte Flächen freigestellt und sollen in Zukunft wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Diese Nutzung erfolgt im Sinne des Naturschutzes und des Biotopverbundes. Dies bedeutet konkret, dass Acker in Grünland oder Brachestreifen umgewandelt und aus Intensivgrünland oder brachgefallenen Flächen extensiv genutztes Grünland wird.

Es gibt aber auch Bereiche, in denen es nicht sinnvoll oder möglich ist, die Entwicklung zu Wald aufzuhalten. Sei es, weil ringsum alles bewaldet ist und aufgrund der  standörtlichen Gegebenheiten kein Nutzer gefunden werden kann; oder sei es, weil innerhalb einer sehr offenen Landschaft wie der Rhön, die Entwicklung einer Gehölzstruktur als Biotopverbund und erkennbare Leitlinie in der Landschaft angestrebt wird. In solchen Bereichen sind naturnahe Waldentwicklung, Waldumwandlung und/oder Niederwaldnutzung mögliche Ziele für das Grüne Band. In der Rhön startete dazu auf ca. drei Hektar ein Pilotprojekt. Um für solche Maßnahmen, aber auch für mögliche nutzungsfreie Zonen die  Grundlagen zu schaffen, soll in den nächsten Jahren der gesamte Waldbesitz der Stiftung am Grünen Band mit einer Forsteinrichtung überplant werden.

Der Wald ist für die Stiftung auch eine willkommene Einnahmequelle: Die Einnahmen aus Holzerlösen betrugen in 2013 knapp 59.000,00 Euro. Weitere Einnahmen in Höhe von 96.000,00 Euro konnten aus der Verpachtung von Eigenjagden sowie landwirtschaftlicher Flächen generiert werden.

Besonders erfreulich ist es, dass die Stiftung Ende letzten Jahres den Bescheid zur Förderung eines Projektes erhielt, das sich mit der Freiwilligenarbeit am Grünen Band beschäftigt. Dieses Projekt stellen wir im Abschnitt Grünes Band ausführlich vor. Dass das Projekt so erfolgreich auf den Weg gebracht werden konnte, war der Verdienst einer sehr engagierten Masterpraktikantin, die wir als Projektkoordinatorin einstellen konnten. Sie ist die erste und (bislang) einzige eigene Mitarbeiterin der Stiftung, deren sonstige Mitarbeiter/innen Bedienstete der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie sind. Leider mussten wir im letzten Jahr zwei Personalbgänge durch den Wechsel in die Freistellungsphase der Altersteilzeit verzeichnen, so dass wir derzeit bei einem Personalbestand von drei Vollzeitbeschäftigten und zwei Teilzeitkräften (inklusive der o.g. Projektkoordinatorin) angelangt sind und einige Aufgaben nur noch bruchstückhaft erfüllen können.

Dass totzdem noch viel passiert ist, konnten wir auf einer Tagung zur Situation des Grünen Bandes in Deutschland, die die Stiftung vom 17. bis zum 18.10.2013 auf dem Rittergut Lützensömmern veranstaltete, den anderen Akteuren am Grünen Band vorstellen. Alle Akteure hatten beeindruckende Ergebnisse vorzuweisen, so dass das Fazit des Bundesamtes für Naturschutz am Ende der Veranstaltung lautete: „Die Flächenübertragung vom Bund an die Länder bzw. Stiftungen ist ein Erfolgsmodell“ (Dr. Uwe Riecken).

Inhalte und Ergebnisse der Tagung sind in einer Broschüre zusammengefasst, die bei der Stiftung erhältlich ist bzw. auf unserer Homepage zum Download bereitsteht.

Auch bei den Eigen- und Kooperationsprojekten ging es voran. Das Kooperationsprojekt zur Feldwegebegrünung im Umfeld der Stadt Erfurt konnte abgeschlossen werden. Der „Lange Tag der Natur“ wurde auch 2013 vom NABU Thüringen in Kooperation mit der Stiftung durchgeführt. Unser Eigenprojekt „Alperstedter Ried“ befindet sich nun, da das Flurbereinigungsverfahren kurz vor der Planfeststellung des Wege- und Gewässerplans steht, am Beginn der Umsetzungsphase. Und an der Werraschleife bei Frankenroda wurde mit der Teichsanierung, den Uferaufweitungen sowie der Anlage von Feuchtmulden und einer Flutmulde begonnen.

Wie es 2014 weitergehen könnte und weitere Informationen zu den verschiedenen Projekten der Stiftung und ihrer Fördernehmer finden Sie in unserem Jahresbericht 2013, den Sie hier öffnen können: