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Erhalt von Trockenbiotopen bei Behrungen

Im Naturschutzgebiet „In den Seeben“ bei Behrungen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen findet man auch viele Flächen des Grünen Bandes. Ziel dieses Schutzgebietes ist es unter anderem, Trockenbiotope als Lebensraum gefährdeter Pflanzen und Tiere zu erhalten bzw. wieder herzustellen. In den vergangenen Jahren sind jedoch großen Bereiche mit Gehölzen zugewachsen und die seltenen Trockenrasen wurden immer mehr zurückgedrängt. Mit gezielten Gehölzentnahmen und dem anschließenden Mulchen von Teilbereichen schaffte die Stiftung Naturschutz Thüringen in den vergangenen Monaten auf ihren Flächen wieder die Voraussetzungen für die Entwicklung offener und halboffener Strukturen mit hohem Trockenrasenanteil. Die Vorbereitung und Durchführung der Arbeiten erfolgte in enger Abstimmung mit den örtlichen Akteuren und der Unteren Naturschutzbehörde. Zukünftig werden die Flächen durch eine extensive Beweidung bzw. Mahd genutzt und so das Offenland auch langfristig erhalten.

Darüber hinaus wurde der in diesem Bereich zugewachsene und unpassierbare Kolonnenweg durch eine Zusammenarbeit mit der Waldgenossenschaft „Bahragrund“ in Behrungen auf einer Länge von knapp 1,8 km freigestellt und ist nun auch wieder für die Nutzer der Flächen befahrbar. Zur reibungslosen Durchführung der gesamten Maßnahme konnten freundlicherweise die angrenzenden Wege der Waldgenossenschaft durch die Stiftung genutzt werden.

Bei der Maßnahmenumsetzung traten allerdings auch illegale Müllablagerungen im ehemaligen KFZ-Sperrgraben zu Tage. Diese liegen bereits Jahre zurück; und es war sozusagen schon „Gras“ über die Sache gewachsen. Mehrere LKW- Ladungen Bauschutt mussten entsorgt werden. Im Grenzstreifen passiert es leider immer wieder, dass dieser oftmals abgelegene Ort als Mülldeponie missbraucht wird. Deshalb noch einmal unser Apell: Entsorgen Sie ihren Abfall auf einer Deponie! Bauschutt und anderer Müll gehören nicht in die Natur. Sie bleiben über Jahrzehnte liegen und verschandeln und schädigen das Ökosystem.

Ansprechpartner: Marcus Lange - Marcus.Lange(at)snt.thueringen.de

Kolonnenweg vor der Freistellungsmaßnahme. Foto: SNT

Kolonnenweg nach der Freistellungsmaßnahme. Foto: SNT