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Förderung der Zwergstrauchheide bei Emstadt im Landkreis Sonneberg

Wer derzeit auf dem Kolonnenweg zwischen Emstadt und Truckendorf unterwegs ist, könnte auf die Idee kommen, dass die ehemalige Grenze neu errichtet werden soll. In langen Reihen liegen abgeschlagene Gehölze und der sandige Boden ist frisch gemulcht. Auf den Flächen der Stiftung Naturschutz Thüringen erfolgen momentan mit Fördermitteln des Naturschutzgroßprojektes „Grünes Band Rodachtal – Lange Berge – Steinachtal“ umfangreiche Entbuschungsmaßnahmen zur Erhaltung der ausgedehnten Zwergstrauchheiden im Naturschutzgebiet „Görsdorfer Heide“.

Die Maßnahme erstreckt sich insgesamt auf ca. 15 Hektar. Zwischen dem Kolonnenweg und der ehemaligen innerdeutschen Grenze  werden die Flächen von unerwünschtem Gehölzaufwuchs „freigestellt“. Das bedeutet: Aufkommender Kiefern und  Birkenbewuchs wird bodennah abgeschnitten, das Holz aufgeschichtet, abtransportiert bzw. teilweise vor Ort gehäckselt und als Energieholz weiter genutzt.

Zukünftig sollen Schafe und Ziegen hier weiden und so die Offenlandarten fördern, die auf eine extensive Nutzung angewiesen sind und es an anderer Stelle schwer haben.
Besonders im Bereich der ehemaligen innerdeutschen Grenze findet man eine Vielzahl seltener und geschützter Lebensräume sowie Tier- und Pflanzenarten. In der „Görsdorfer Heide“ sind es neben den Zwergstrauchheiden z.B.  Bärentraube, Zwergfledermaus und  Baumpieper. Sogar die Bechsteinfledermaus konnte hier nachgewiesen werden.

Man kann gespannt sein, wie sich die Flächen in den nächsten Jahren entwickeln. Wir werden zu gegebener Zeit hierüber berichten.

Ähnliche Maßnahmen werden derzeit auch bei Almerswind und Görsdörf durchgeführt.

Grünes Band bei Truckendorf – nach der Gehölzentnahme ist in manchen Bereichen kaum noch Bewuchs vorhanden. Erfahrungsgemäß wird sich die Heide aber auch auf diesen Flächen schnell wieder ausbreiten.

Grünes Band bei Truckendorf – die entnommenen Kiefern wurden in langen Reihen aufgeschichtet