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Früher hieß es PA-Unterricht…

Stiftung Naturschutz Thüringen fördert praktisches Unterrichtsfach an der Aktiv-Schule Erfurt

„Sage es mir, und ich höre zu.Zeige es mir, und ich werde es vielleicht verstehen.

Lass es mich selbst tun, und ich werde es nie wieder vergessen.“

Bereits der große chinesische Philosoph Konfuzius wusste um den unbestrittenen Lernvorteil des praktischen Handelns gegenüber der grauen Theorie. Was man selbst gemacht, in seiner Entwicklung betreut  und durch eigenes Erleben kennengelernt hat, prägt sich deutlich schneller und tiefer ins Gedächtnis als jeder noch so bunt bebilderte Vortrag, jedes noch so detaillierte Diagramm. In diesem Sinne hat sich die Aktiv-Schule Erfurt, eine staatlich genehmigte Gemeinschaftsschule mit Montessori-Ausrichtung auf die Fahnen geschrieben, ihren Schülern neben der Theorie auch das Erlernen und Umsetzen praktischer wirtschafts- und lebensrelevanter Prozessfähigkeiten zu ermöglichen.

Nur wenige Kinder und Jugendliche haben in unserer heutigen Zeit noch einen echten Zugang zur Natur, die meisten halten sich mehr drinnen auf als draußen. Die Aktiv-Schule Erfurt hat sich dazu entschieden, diesem Trend entgegenzuwirken. Im neuen Unterrichtsfach Arbeiten und Wirtschaft wird die Schule im beginnenden Schuljahr unter anderem die Urbarmachung von Brachland sowie die Pflege einer Streuobstwiese im Willrodaer Forst übernehmen. Die dabei vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten in der Landschaftspflege werden fester Unterrichtsbestandteil der Klassenstufen 7 bis 10. Ziel ist es, bei den Schülern und späteren Absolventen der Schule so langfristig und immer wiederkehrende praktische Impulse zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu setzen.

Die finanzielle Unterstützung des Vorhabens durch die Stiftung Naturschutz Thüringen  ermöglichte die Anschaffung der notwendigen Werkzeuge und Sachmittel für das neue Unterrichtsfach. So konnten die sachlichen Grundlagen zur Umsetzung der Idee bis ins übernächste Schuljahr gesichert werden.