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Stiftung aktuell

Insektenfreundlicher Schulgarten

Unterstützung des thüringenweiten Wettbewerbs

 

Summ, summ, summ…

 

Wohl jeder kennt das alte Kinderlied vom fleißigen Bienchen das in Feld und Heide Honig sammelt und  in dem unter anderem versprochen wird, „ei, wir tun dir nichts zu Leide“.

Wie inzwischen allgemein bekannt ist, wurde dieses Versprechen nicht eingehalten.

Die Bienen und andere Wildinsekten, die für die Bestäubung der Pflanzen sorgen, haben es immer schwerer, zu überleben.

 

Die Nahrung für die Bienen wird  durch die Veränderungen in der Landwirtschaft immer knapper. Wo früher breite Randstreifen der Felder mit reichhaltigem Wildblütenangebot, Streuobstwiesen und Ackerunkräuter den Speiseplan der gelb-schwarzen Fluginsekten abdeckten, wird heute bis direkt an den Feldweg gepflügt, werden Äcker und Wälder mit Pestiziden behandelt und jedes aufkommende Unkraut mit der chemischen Keule bekämpft. In den Gärten bekommen Koniferen und Treibhauspflanzen den Vorzug gegenüber alten Obstsorten und heimischen Blühpflanzen. Dazu kommt der Klimawandel, der mit den letzthin zu milden Wintern das Überleben und damit das weitere Ausbreiten von direkten Bienenschädlingen begünstigt und ein direktes Sterben ganzer Bienenvölker verursacht.

Aktuell leiden die Tiere unter der Trockenheit. Der fehlende Schnee der letzten Winter und der mangelnde Regen machen auch den Insekten massiv zu schaffen.

 

Vor diesem Hintergrund entschied die Stiftung Naturschutz Thüringen aktuell konkret vorliegende Projektanträge, die sich dieses Themas annehmen finanziell zu fördern. Da wäre zunächst der wildinsekten- und bienenfreundlichen Demonstrations- und Lehrgarten auf der gerade laufenden Thüringer Landesgartenschau in Schmalkalden als eine Förderung zu nennen. Daraus hervorgehend und ebenfalls durch die Stiftung Naturschutz Thüringen gefördert, der Wettbewerb „Der wildinsekten- und bienenfreundlichste Schulgarten in Thüringen“ durchgeführt vom Förderverein Deutsches Bienenmuseum e.V. Weimar unter der Schirmherrschaft der Umweltministerin Anja Siegesmund. Mit diesem Wettbewerb sollen Kinder, Eltern, Lehrer und Erzieher für die alarmierende Situation bei den bestäubenden Insekten sensibilisiert werden und dazu beitragen, Schulgärten wildinsekten- und bienenfreundlich zu gestalten. Dazu passend ist die jüngste Förderung einer Initiative des Rödelhofes in Neuhaus, in deren Rahmen mit Kindern Wildbienenhotels angefertigt werden sollen. Der Rödelhof hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wissen um die Natur und ihre Kräfte zu sammeln und an die jüngeren Generationen weiterzugeben. Erlebniskursen erfahren die Kinder Zusammenhänge und können mit dem Bau der Wildbienenhotels direkt für die Natur tätig werden. Vermittelt werden sollen auch die Rolle der Wildbienen bei der Bestäubung sowie das Zusammenspiel zwischen Naturschutz und Landschaftspflege. Die Förderung deckt die Kosten für Baumaterial und WerkzeugeIn