Einzelansicht

Archiv

Stiftung aktuell

Jährliche Pflegeaktion am Baumkreuz Ifta

Wie jedes Jahr am 1. Samstag im November trafen sich auch 2017 wieder Menschen aus ganz Deutschland zur traditionellen Baumkreuzaktion in Ifta, an der Grenze zwischen Thüringen und Hessen.
Seit 1990 gibt es die „Aktion Baumkreuz“ bereits. Damals wurden die ersten 140 Bäume gepflanzt, um ein ökologisches und künstlerisches Zeichen für das  Zusammenwachsen zwischen Ost und West zu setzen. In Form eines Kreuzes zwischen Eisenach und Kassel entlang der B7 sowie quer dazu entlang des ehemaligen Grenzzaunes wollen die Mitwirkenden an die deutsch-deutsche Trennung und die damit verbundenen Entbehrungen erinnern.

Am 4. November 2017 traf man sich zum 28. Mal, um weitere Bäume zu pflanzen und damit die Tradition fortzusetzen. Es wurden 18 neue Bäume gepflanzt; drei Linden konnten am Parkplatz und 15 Spitzahorne am ehemaligen Grenzzaun gepflanzt werden. Die Ahorne ersetzen Eschen, die infolge des Eschentriebssterbens abgestorben waren. Nach Angaben des BUND Thüringen sind bei diesen Initiativen mittlerweile über 1.000 Bäume in die Erde gesetzt worden. Und auch für die Bewässerung der neuen Bäume ist schon gesorgt; hierum wird sich die örtliche freiwillige Feuerwehr kümmern.

Das Areal, in dem die Bäume gepflanzt wurden, gehört zu den Flächen der Stiftung Naturschutz Thüringen und wurden im Rahmen des Nationalen Naturerbes übertragen. Ziel ist es, das Grüne Band langfristig als länderübergreifenden Biotopverbund zu erhalten, zu pflegen und zu entwickeln sowie die Erinnerung an die deutsche Teilung erlebbar bleiben zu lassen. Die Stiftung ließ es sich natürlich nicht nehmen, selbst vor Ort mit anzupacken. Mit anderen Mitstreitern wurde gegraben und gepflanzt. Nach getaner Arbeit saßen die fleißigen Helfer noch bei Bratwürsten zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch zusammen.

Einige fleißige Helfer bei der jährlichen Pflegeaktion am Baumkreuz Ifta. Foto: SNT