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Moor is more - Wilde Weiden im Thüringer Becken

Im Alperstedter Ried wurde der erste Abschnitt der Wiedervernässung festlich eröffnet

Im Thüringer Becken rings um Alperstedt ist mittlerweile hinlänglich bekannt, wer in der Nachbarschaft für die Wiesenpflege zuständig ist – nämlich pelztragende Landschaftspfleger auf vier Beinen. Ob Hufe oder Hörner, ob weiden oder wiederkäuen: sowohl den Exmoor-Ponys wie auch den Wasserbüffeln gefällt ihr neues Domizil zwischen Alperstedt und dem Flüsschen Gramme offenbar genau so gut, wie den immer zahlreicher werdenden Wat- und Wasservögeln. Diese finden mit steigendem Wasserstand auf den Flächen rings um das Pferderied einen zunehmend attraktiver werdenden Lebensraum - auch wenn momentan infolge der sommerlichen Trockenheit der Pegel eher niedrig ist. Bei Ornithologen entwickelt sich das Alperstedter Ried zum Geheimtipp, der vermutlich nicht mehr allzu lange allzu geheim bleiben wird.

Diese Entwicklung des gesamten Areals, für die die Stiftung Naturschutz Thüringen in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha, und dem ortsansässigen Argrarbetrieb Universal Agrar GmbH verantwortlich zeichnet, war möglich im Rahmen des laufenden Flurneuordnungsverfahrens (FBV) und im Zusammenwirken mit dessen Teilnehmergemeinschaft..
Hierbei wurden bisher ca. 3,5 km Wirtschaftswege eingerichtet  und die Flächen mit Zaun und Viehunterstand für eine ganzjährige naturnahe Beweidung mit robusten Rinder- und Pferderassen ertüchtigt. Wasserbaumaßnahmen wie die Errichtung eines Absperrbauwerkes und das Schließen der künstlichen Entwässerungsgräben bewirken, dass zum ersten Mal seit 50 Jahren Wasser nicht mehr aus dem Moorabgeleitet, sondern im Gebiet zurückgehalten wird, um den Moorkörper wieder zu vernässen. Damit ist der erste Bauabschnitt des Flurneuordnungsverfahrens abgeschlossen.
Dies war ein Anlass zum Bilanz ziehen und Ausblick halten, zum Würdigen der Akteure und des Erreichten. Am 18. August 2016 eröffneten im Alperstedter Ried die Staatssekretäre der am Prozess beteiligten Ministerien (TMIL, TMUEN), Vertreter der Teilnehmergemeinschaft des FBV sowie Mitarbeiter der Stiftung Naturschutz  Thüringen und viele Gäste aus Nah und Fern offiziell den ersten Abschnitt des FBV und gaben damit den Startschuss für das Projekt "Wilde Weiden".
Nach Grußworten und Rückschauen der beteiligten Akteure konnten die Anwesenden bei herrlichstem Sommerwetter auf Kremserfahrten ans neu gebaute Wehr und während einiger Führungen durch die Botanik des Alperstedeter Riedes viel Neues erfahren und viele Fragen stellen. Die Exmoor-Ponys ließen es sich nicht nehmen, den Worten der Experten ebenfalls zu lauschen. Zumindest kamen sie dicht heran, um sich den Trubel aus der Nähe zu betrachten. Die Wasserbüffel blieben in gehörigem Abstand und zogen es bei den sommerlichen Temperaturen vor, in den kühlen Schlammsuhlen zu ruhen.

Pressestimmen

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Alperstedter-Ried-soll-wieder-zum-Sumpfgebiet-werden-1529526558

17.07.2012

28.09.2012 http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Thueringens-erste-frei-lebenden-Wasserbueffel-noerdlich-von-Erfurt-entlassen-940255635

01.03.2014

09.05.2016

11.07.2016

12.07.2016

06.08.2016

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Thueringens-erste-frei-lebenden-Wasserbueffel-noerdlich-von-Erfurt-entlassen-940255635