Thüringer Naturschutzpreis 2026
"Naturschutz in Kinderhänden"
Unter diesem Motto hat die Stiftung Naturschutz Thüringen am 22. September 2026 den 10. Thüringer Naturschutzpreis verliehen.
Es wurden Projekte in den Mittelpunkt gerückt, in denen Kinder Natur mit Neugier, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein erleben und aktiv mitgestalten. Gesucht wurden Initiativen aus Thüringen, die Kindern echte Naturerfahrungen ermöglichen, nachhaltiges Handeln fördern und ihnen zeigen, dass ihr Engagement Wirkung hat – begleitet und unterstützt von engagierten Erwachsenen aus Bildung, Ehrenamt oder Kommunen. So entsteht Naturschutz, der nicht nur vermittelt, sondern gemeinsam gelebt wird.
Die ausgezeichneten Projekte 2026
ERSTER PLATZ: NAJU Ortsgruppe Kerspleben
Projekt: „Gestaltung eines Naturgartens“
Im Mittelpunkt des Projekts der NAJU-Ortsgruppe Kerspleben steht die Entstehung eines artenreichen Naturgartens. Mit vielfältigen Strukturen und unterschiedlichen Gestaltungselementen schaffen die jungen NaturschützerInnen abwechslungsreiche Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig möchte die Gruppe ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben und zeigen, dass sich Artenvielfalt auch mit einfachen Mitteln fördern lässt, im eigenen Garten, auf dem Balkon oder sogar auf der Fensterbank. So verbindet das Projekt praktischen Artenschutz vor Ort mit der Motivation, selbst aktiv zu werden.
ZWEITER PLATZ: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Musikwerkstatt Jena
Projekt: „Jenaer FORSTival – singen für den Wald“
Das Forstival ist aus dem Engagement junger Menschen entstanden, die sich aktiv für Natur- und Umweltschutz einsetzen und gesellschaftliche Veränderungen anstoßen möchten. Gemeinsam gestalten sieben Chöre einen erlebnisreichen Tag im Wald, an dem die Bedeutung von Biodiversität, Waldschutz und nachhaltiger Lebensweise auf vielfältige Weise vermittelt wird. Das Forstival bringt dabei Menschen verschiedener Generationen zusammen, regt dazu an, selbst Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen, und verbindet gemeinschaftliches Engagement mit einem konkreten Ziel: 1.000 neue Bäume für Thüringens Wälder zu spenden.
DRITTER PLATZ: Grundschule Udersleben
Projekt: „Die härtesten Nüsse wachsen oft an den stärksten Bäumen“
Die 4. Klasse der Grundschule Udersleben betreibt seit vier Jahren eine Nussplantage im Nachbarort, die zugleich als frei zugängliche Streuobstwiese angelegt ist. Regelmäßige Wandertage führen die SchülerInnen zu Fuß dorthin und verbinden so Naturerlebnis mit praktischem Lernen an einem außerschulischen Lernort. Rund 100 Bäume wurden bereits gepflanzt und werden von den Kindern je nach Jahreszeit gepflegt. Große Insektenhotels und Nistkästen unterstützen die natürliche Schädlingsregulierung und schaffen zusätzlichen Lebensraum. Mittlerweile ist auf der Fläche nach Angaben des Projekts der größte Walnuss-Sorten-Pool Deutschlands entstanden.
Die Preisverleihung in Bildern
Über das Motto “Naturschutz in Kinderhänden”
Kinder erleben Natur mit offenen Sinnen, großer Neugier und erstaunlicher Kreativität. Wenn sie frühzeitig Verantwortung übernehmen dürfen, entstehen Projekte, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern echte Naturerfahrungen ermöglichen und langfristig wirken. Der diesjährige Thüringer Naturschutzpreis rückt daher Initiativen in den Mittelpunkt, bei denen Kinder aktiv am Naturschutz beteiligt sind, begleitet, unterstützt und ermutigt von engagierten Erwachsenen.
Denn wirkungsvoller Naturschutz in Kinderhänden entsteht dort, wo pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Eltern, Ehrenamtliche oder kommunale Akteurinnen und Akteure ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Zeit einbringen. Gemeinsam mit Kindern werden Lebensräume geschaffen, Tiere und Pflanzen geschützt, ökologische Zusammenhänge entdeckt und eigene Ideen für eine lebenswerte Umwelt entwickelt.
Mit dem Thüringer Naturschutzpreis möchte die Stiftung Naturschutz Thüringen dieses gemeinsame Engagement würdigen und sichtbar machen: wenn Kinder mit Begeisterung handeln und Erwachsene ihnen den nötigen Raum, Rückhalt und fachliche Begleitung geben. Denn so wird Naturschutz nicht nur gelernt, sondern gelebt – heute und für die Zukunft.









































