Projektdetails

Entbuschung des Grünen Bandes im Thüringer Schiefergebirge mit der Anschaffung geeigneter Technik und Materialien


  • Antragsteller:  
  • finanzieller Gesamtumfang:  27.680,50 EUR
  • Förderung durch die Stiftung Naturschutz Thüringen: 20.930,50 EUR
  • Projektzeitraum: 12/2017 bis 04/2020

Projektbeschreibung

Ziel des geförderten Projektes ist die Entbuschung von Flächen am Grünen Band im Thüringer Schiefergebirge im Gebiet zwischen Titschendorf und Lehesten, und zwar als Voraussetzung für eine nachfolgende Beweidung zur Erhaltung des Offenlandbiotopverbundes. Es handelt sich vor allem, um die Schaffung von Weidetriften und Wiederherstellung bzw. Erweiterung zugewachsener Offenbereiche. Hierzu müssen Technik (Traktor) und Materialen (Futterraufen) angeschafft werden, die als Grundanschaffungen den Schäferbetrieb in die Lage versetzen, diese Beweidung langfristig zu realisieren. Die Entbuschung besonders kleinteilig zu pflegender Flächen wird überwiegend in Handarbeit durchgeführt. Mit dem beantragten Traktor soll der Gehölzschnitt von den sensiblen Flächen beräumt werden. Damit die Weidetiere im Vegetationshalbjahr die wertvolle Landschaftspflege betreiben können, müssen sie den Winter über im schneereichen Schiefergebirge ebenfalls gut versorgt sein. Hierfür sind Futterraufen und zur Bewerkstelligung der Heufütterung auch ein Traktor als wichtiger Arbeitsgrundlage für den Ein-Mann-Betrieb nötig. Der Traktor wird bei der wachsenden Herde auch notwendig, um die Wasserversorgung der Tiere auf den entlegenen Flächen zu gewährleisten. Zahlreiche kleine Wiesen und verbuschende Offenlandstrukturen im Grünen Band können durch manuelle Freistellung in Kombination mit Beweidung wieder sinnvoll verbunden werden. Offenlandstrukturen, für die die Beweidung nicht förderlich oder sinnvoll ist, können durch manuelle Pflege offengehalten werden (z.B. Standorte äußerst bedrohter Bärlapp-Vorkommen). Eine angestrebte Wirkung des Projektes ist die Etablierung der Wanderschäferei im Thüringer Schiefergebirge zum Zwecke der Landschaftspflege und des Biotopverbundes.



Dieses Projekt gehört zum Hauptprojekt: "Erhalt des "Grünen Bandes""

Dem Erhalt des „Grünen Bandes“ - der naturschutzfachlich hochwertigen Flächen der früheren innerdeutschen Grenze - haben sich mehrere Naturschutzverbände verpflichtet. Ein Bereich, der deutschlandweit im Mittelpunkt des Interesses steht, ist der Grenzstreifen in den Thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg. Seit dem Jahr 2000 wurden hier durch die Stiftung eine ganze Reihe von Projektförderungen realisiert. Rund 12,5 Hektar (ausschließlich Flächen, die den Verbänden von Privatpersonen angeboten wurden) konnten so erworben werden. Diese verteilen sich auf die unterschiedlichsten Lebensräume, von Halbtrockenrasen bis hin zu Röhrichtzonen. Entsprechend groß ist die Vielfalt der nachgewiesenen Tier- und Pflanzenarten. Für fast alle dieser Gebiete liegen inzwischen detaillierte Nutzungs- und Pflegekonzepte vor. In den meisten Fällen gelang es auch, die Flächen in das Bewirtschaftungsregime örtlich ansässiger Landwirte zu integrieren.


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