Projektdetails

Flächenerwerb im Grünen Band bei Mogger und Streufdorf im LK Sonneberg und LK Hildburghausen


  • Antragsteller:  BUND Landesverband Thüringen e.V.
  • finanzieller Gesamtumfang:  5.459,54 EUR
  • Förderung durch die Stiftung Naturschutz Thüringen: 3.821,68 EUR
  • Projektzeitraum: 09/2013 bis 12/2014

Projektbeschreibung

Die Flächen liegen in den Gebieten der ehemaligen ABSP-Projekte „Steinachtal / Linder Ebene“ und „Rodachtalachse“. Das Flurstück in der Gemarkung Mogger liegt im geplanten gLB „Kaulsroth“. Es handelt sich um Acker und verbuschte Grünlandbereiche. In diesem Bereich wurde eine Reihe von Tier- und Pflanzenarten der Roten Liste nachgewiesen. Unter anderem konnten Braunkehlchen, Blaukehlchen, Dorngrasmücke, Neuntöter, Rebhuhn, Schafstelze, Turteltaube, Wachtel und Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling nachgewiesen werden. Das Grüne Band stellt in diesem Bereich auch einen Teillebensraum für Laub-frosch und Kammmolch dar. Die Flurstücke in der Gemarkung Streufdorf liegen im Naturraum „Grabfeld“. Hier handelt es sich um frische bis trockene Wiesen, die mit Schafen beweidet werden. Auf diesen Grundstücken wurden Braunkehlchen und Schafstelze nachgewiesen. Durch den Flächenerwerb und die Landschaftspflegemaßnahmen sollen diese Bereiche dauerhaft gesi-chert und zu einem Rückzugsraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten entwickelt werden. Im An-schluss an die Pflege ist eine extensive Bewirtschaftung vorgesehen.



Dieses Projekt gehört zum Hauptprojekt: "Erhalt des "Grünen Bandes""

Dem Erhalt des „Grünen Bandes“ - der naturschutzfachlich hochwertigen Flächen der früheren innerdeutschen Grenze - haben sich mehrere Naturschutzverbände verpflichtet. Ein Bereich, der deutschlandweit im Mittelpunkt des Interesses steht, ist der Grenzstreifen in den Thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg. Seit dem Jahr 2000 wurden hier durch die Stiftung eine ganze Reihe von Projektförderungen realisiert. Rund 12,5 Hektar (ausschließlich Flächen, die den Verbänden von Privatpersonen angeboten wurden) konnten so erworben werden. Diese verteilen sich auf die unterschiedlichsten Lebensräume, von Halbtrockenrasen bis hin zu Röhrichtzonen. Entsprechend groß ist die Vielfalt der nachgewiesenen Tier- und Pflanzenarten. Für fast alle dieser Gebiete liegen inzwischen detaillierte Nutzungs- und Pflegekonzepte vor. In den meisten Fällen gelang es auch, die Flächen in das Bewirtschaftungsregime örtlich ansässiger Landwirte zu integrieren.


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