Projektdetails

Flächenerwerb im „Grünen Band“ im Landkeis Sonneberg im NSG „Tettautal“ und in den potentiellen NSG „Sulzberg“ und „Eichleite“ sowie Durchführung von Erstpflegemaßnahmen


  • Antragsteller:  BUND Landesverband Thüringen e.V.
  • finanzieller Gesamtumfang:  19.388,53 EUR
  • Förderung durch die Stiftung Naturschutz Thüringen: 15.510,82 EUR
  • Projektzeitraum: 10/2008 bis 06/2009

Projektbeschreibung

Alle zu erwerbenden Flurstücke können dem Biotopverbund „Grünes Band“ zugerechnet werden, auch wenn sie sich teilweise nicht unmittelbar im einstigen Todesstreifen befinden, sondern etwas versetzt im Hinterland.Im "Tettautal" handelt es sich um teilweise verbuschte Grünlandbrachen, die im Rahmen des Projektes wieder freigestellt werden sollen. Ziel ist es, mit der anschließend angestrebten extensiven Wiesennutzung u.a. den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling zu fördern, der gegenwärtig in benachbarten Bereichen noch angetroffen werden kann.Das „Grüne Band“ im Bereich „Sulzberg“ besteht gleichfalls überwiegend aus extensiv genutztem Grünland sowie Grünlandbrachen mit Gehölzen. Naturschutzfachlich wertvoll sind hier insbesondere die Quellbereiche und Hochstaudenfluren. Arten wie Arnika, Bärwurz, Ringelnatter, Dukatenfalter, Sumpfwiesen-Perlmuttfalter oder Wachtelkönig sind Aushängeschilder für den Artenreichtum.Die „Eichleite“ hebt sich im Naturraum „Schalkauer ”“ Thüringer Wald ”“ Vorland“ durch die Großflächigkeit der Waldbestände mit bedeutendem Laubholzanteil hervor. Bedingt durch die Randlage am ehemaligen Grenzstreifen weisen die Wälder außerdem ein hohes Bestandsalter sowie große Anteile an Totholz auf. Der Erweb hier dient der Sicherung der ungestörten Entwicklung eines wertvollen Waldgrundstücks mit Hohltaube, Grün- und Schwarzspecht als Bewohnern.



Dieses Projekt gehört zum Hauptprojekt: "Erhalt des "Grünen Bandes""

Dem Erhalt des „Grünen Bandes“ - der naturschutzfachlich hochwertigen Flächen der früheren innerdeutschen Grenze - haben sich mehrere Naturschutzverbände verpflichtet. Ein Bereich, der deutschlandweit im Mittelpunkt des Interesses steht, ist der Grenzstreifen in den Thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg. Seit dem Jahr 2000 wurden hier durch die Stiftung eine ganze Reihe von Projektförderungen realisiert. Rund 12,5 Hektar (ausschließlich Flächen, die den Verbänden von Privatpersonen angeboten wurden) konnten so erworben werden. Diese verteilen sich auf die unterschiedlichsten Lebensräume, von Halbtrockenrasen bis hin zu Röhrichtzonen. Entsprechend groß ist die Vielfalt der nachgewiesenen Tier- und Pflanzenarten. Für fast alle dieser Gebiete liegen inzwischen detaillierte Nutzungs- und Pflegekonzepte vor. In den meisten Fällen gelang es auch, die Flächen in das Bewirtschaftungsregime örtlich ansässiger Landwirte zu integrieren.


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