Projektdetails

Flächenerwerb im Zuge des ABSP- Umsetzungsprojektes "Rodachtalachse" im Landkreis Hildburghausen


  • Antragsteller:  NABU- Stiftung Nationales Naturerbe
  • finanzieller Gesamtumfang:  6.253,00 EUR
  • Förderung durch die Stiftung Naturschutz Thüringen: 5.000,00 EUR
  • Projektzeitraum: 04/2006 bis 12/2006

Projektbeschreibung

Das Grundstück Nr. 894/2 in der Gemarkung Heldburg liegt im Schwerpunktbereich „Krecktal und Althellinger Grund“ des Projektes „Rodachtalachse“, einem länderübergreifenden Vorhaben zur Umsetzung des Arten- und Biotopschutzprogramms (ABSP). Mit dem Erwerb der Fläche (ca. 4.000 qm) soll das dortige Vorkommen der Grauen Kratzdistel gesichert werden. Darüber hinaus befinden sich auf der Fläche eine Quelle und eine Feuchtwiese, die der Renaturierung und weiteren Pflege bedürfen. Die angedachte Nutzungsintensivierung als Pferdekoppel durch den derzeitigen Eigentümer kann durch den Ankauf verhindert werden. Die Grundstücke Nr. 241/2, 241/3 und 243 in der Gemarkung Adelhausen gehören zum Naturschutzgebiet „Bischofsau“ mit einer bunten Mischung verschiedenster Lebensraumtypen, angefangen von Schilfröhrichten bis hin zu Halbtrockenrasen. Der Ankauf dieser Flächen (ca. 12.000 qm) soll speziell dazu dienen, den vorhandenen Schilfbestand zu vergrößern, da diese Bereiche von einer ganzen Reihe von Vogelarten wie Teich- und Wasserralle, Blaukehlchen, Schilf- und Teichrohrsänger zur Brutzeit genutzt werden.



Dieses Projekt gehört zum Hauptprojekt: "Erhalt des "Grünen Bandes""

Dem Erhalt des „Grünen Bandes“ - der naturschutzfachlich hochwertigen Flächen der früheren innerdeutschen Grenze - haben sich mehrere Naturschutzverbände verpflichtet. Ein Bereich, der deutschlandweit im Mittelpunkt des Interesses steht, ist der Grenzstreifen in den Thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg. Seit dem Jahr 2000 wurden hier durch die Stiftung eine ganze Reihe von Projektförderungen realisiert. Rund 12,5 Hektar (ausschließlich Flächen, die den Verbänden von Privatpersonen angeboten wurden) konnten so erworben werden. Diese verteilen sich auf die unterschiedlichsten Lebensräume, von Halbtrockenrasen bis hin zu Röhrichtzonen. Entsprechend groß ist die Vielfalt der nachgewiesenen Tier- und Pflanzenarten. Für fast alle dieser Gebiete liegen inzwischen detaillierte Nutzungs- und Pflegekonzepte vor. In den meisten Fällen gelang es auch, die Flächen in das Bewirtschaftungsregime örtlich ansässiger Landwirte zu integrieren.


Projekte suchen


Suche einschränken nach...