Projektdetails

Flächenerwerb in den NSG „Mürschnitzer Sack“ und „Pfmersgrund“, Landkreis Sonneberg


  • Antragsteller:  BUND Landesverband Thüringen e.V.
  • finanzieller Gesamtumfang:  16.106,41 EUR
  • Förderung durch die Stiftung Naturschutz Thüringen: 12.885,13 EUR
  • Projektzeitraum: 01/2007 bis 12/2008

Projektbeschreibung

Die zu erwerbenden Flurstücke in den Gemarkungen Liebau, Mürschnitz und Spechtsbrunn (insges. 23.281 m²) sind Bestandteil verschiedener Schutzgebiete im „Grünen Band“. Alle Flächen liegen derzeit brach, drohen zu verbuschen bzw. sind bereits sehr stark zugewachsen.Die Flächen im NSG „Pfmersgrund“ zeigen noch teilweise Bergwiesenvegetation mit Kreuzblümchen- Borstgrasrasen und Bärwurz- Storchschnabel- Vorkommen. Auch Arnika und das Fuchssche Knabenkraut kommen vor.Das NSG „Mürschnitzer Sack“ ist Rückzugsgebiet vieler gefährdeter, Offenland bewohnender Tierarten - darunter die Bekassine in den feuchten Bereichen, Heidelerche und Ziegenmelker in den trockenen Heiden. Bemerkenswert ist auch das Vorkommen beider Wiesenknopf- Ameisenbläuling- Arten.Im „Liebauer Sack“ befinden sich bereits mehrere vom BUND für Naturschutzzwecke erworbene Flächen. In dem Gebiet kommen Gelbe Schwerlilie und Gift-Hahnenfuß vor. An Tieren sind Braun- und Blaukehlchen, Schlagschwirl, Blauflügel- Prachtlibelle und Sumpfschrecke hervorzuheben.Die Stiftung unterstützt Flächenerwerb und Erstpflegemaßnahmen zur Erhaltung des Offenlandcharakters.



Dieses Projekt gehört zum Hauptprojekt: "Erhalt des "Grünen Bandes""

Dem Erhalt des „Grünen Bandes“ - der naturschutzfachlich hochwertigen Flächen der früheren innerdeutschen Grenze - haben sich mehrere Naturschutzverbände verpflichtet. Ein Bereich, der deutschlandweit im Mittelpunkt des Interesses steht, ist der Grenzstreifen in den Thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg. Seit dem Jahr 2000 wurden hier durch die Stiftung eine ganze Reihe von Projektförderungen realisiert. Rund 12,5 Hektar (ausschließlich Flächen, die den Verbänden von Privatpersonen angeboten wurden) konnten so erworben werden. Diese verteilen sich auf die unterschiedlichsten Lebensräume, von Halbtrockenrasen bis hin zu Röhrichtzonen. Entsprechend groß ist die Vielfalt der nachgewiesenen Tier- und Pflanzenarten. Für fast alle dieser Gebiete liegen inzwischen detaillierte Nutzungs- und Pflegekonzepte vor. In den meisten Fällen gelang es auch, die Flächen in das Bewirtschaftungsregime örtlich ansässiger Landwirte zu integrieren.


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