Projektdetails

Flächenerwerb und Durchführung von Erstpflegemaßnahmen im NSG „Mürschnitzer Sack“, im FND „Schillingssandgrube bei Bettelhecken“ und in den geplanten gLB „Liebauer Sack“ und „Kaulsroth“; Landkreis Sonneberg


  • Antragsteller:  BUND Landesverband Thüringen e. V.
  • finanzieller Gesamtumfang:  50.782,04 EUR
  • Förderung durch die Stiftung Naturschutz Thüringen: 40.625,63 EUR
  • Projektzeitraum: 01/2008 bis 06/2008

Projektbeschreibung

Bei den zu erwerbenden Flächen im NSG „Mürschnitzer Sack“ handelt es sich um ein Mosaik verbuschter Wiesenbrachen und bewirtschafteter Wiesen. Hier siedeln Bekassine, Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Heidelerche, Zweifarbige Beißschrecke und viele mehr. 1994 wurden im NSG 7 bedrohte Pflanzengesellschaften nachgewiesen. Mit dem Erwerb sollen weitere Flächen im Projekt „Grünes Band“ gesichert werden. Teilweise sind Entbuschungsmaßnahmen erforderlich. Die dauerhafte Pflege bleibt örtlichen Landwirten vorbehalten.Die Flurstücke im FND „Schillingssandgrube bei Bettelhecken“ sind Teilbereiche einer ehemaligen Sandgrube mit Kleingewässern, offenen und verbuschenden Rohbodenstandorten, kleinen Zwergstrauchheideflächen und Wald aus Birken und Kiefern. Entbuschungsmaßnahmen sollen die Besonnung der Gewässer verbessern, um die örtliche Laubfroschpopulation zu fördern. Darüber hinaus ist geplant, Zwergstrauchheiden und Vermoorungszonen durch geeignete Pflege zu entwickeln.Im gLB „Kaulsroth“ und „Liebauer Sack“ werden Grundstücke in verbuschten Wiesenbrachen frischer und feuchter Standorte, Hochstaudenfluren feuchter Standorte mit Auwaldresten sowie in stark verbuschten Zwergstrauchheiden erworben. Blaukehlchen, Braunkehlchen, Rebhuhn, Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling kommen hier vor, dazu etliche Pflanzenarten der „Roten Liste“. Zum Erhalt dieser Vorkommen sind dringend Pflegemaßnahmen erforderlich, die aber erst nach dem Erwerb der Flächen möglich sind.



Dieses Projekt gehört zum Hauptprojekt: "Erhalt des "Grünen Bandes""

Dem Erhalt des „Grünen Bandes“ - der naturschutzfachlich hochwertigen Flächen der früheren innerdeutschen Grenze - haben sich mehrere Naturschutzverbände verpflichtet. Ein Bereich, der deutschlandweit im Mittelpunkt des Interesses steht, ist der Grenzstreifen in den Thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg. Seit dem Jahr 2000 wurden hier durch die Stiftung eine ganze Reihe von Projektförderungen realisiert. Rund 12,5 Hektar (ausschließlich Flächen, die den Verbänden von Privatpersonen angeboten wurden) konnten so erworben werden. Diese verteilen sich auf die unterschiedlichsten Lebensräume, von Halbtrockenrasen bis hin zu Röhrichtzonen. Entsprechend groß ist die Vielfalt der nachgewiesenen Tier- und Pflanzenarten. Für fast alle dieser Gebiete liegen inzwischen detaillierte Nutzungs- und Pflegekonzepte vor. In den meisten Fällen gelang es auch, die Flächen in das Bewirtschaftungsregime örtlich ansässiger Landwirte zu integrieren.


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