Projektdetails

Flächenerwerb und Landschaftspflege im FFH-Gebiet "Tettautal - Klettnitzgrund" / Eckardtsgraben - Gemarkung Heinersdorf und Jagdshof im Landkreis Sonneberg


  • Antragsteller:  BUND Landesverband Thüringen e.V.
  • finanzieller Gesamtumfang:  12.817,90 EUR
  • Förderung durch die Stiftung Naturschutz Thüringen: 11.536,11 EUR
  • Projektzeitraum: 04/2012 bis 02/2014

Projektbeschreibung

Der BUND Thüringen hat im Tettautal und den Nebentälern zur Sicherung und Wiederherstellung des Biotopverbundes bereits eine Reihe von Flächen mit Förderung durch die Stiftung Naturschutz Thüringen erworben. Bei der nun zum Kauf anstehenden Fläche handelt es sich um eine verbuschende Bergwiese und einen Fichtenriegel (vor ca. 50 – 60 Jahren wurde ein Teil des Grünlands mit jetzt hiebsreifen Fichten aufgeforstet). Nach dem Erwerb der Fläche sollen die Fichten entnommen und bachbegleitend durch Erlen ersetzt werden. Der obere Bereich ist (noch) als Bergwiese (FFH-Lebensraumtyp) anzusprechen und soll durch Entbuschung und Pflege als solche entwickelt und erhalten werden. Die Fläche liegt im NSG „Tettautal“. Im Gebiet wurden neben weiteren Arten des NSG Tettautal noch die folgenden Tagfalterarten der Roten Liste nachgewiesen: Violetter Feuerfalter, Wachtelweizen-Scheckenfalter, Rostbraunes Wiesenvögelchen und Lilagoldfalter. Aufgrund der Nähe zum Grünen Band und des Entwicklungspotentials besteht ein besonderes naturschutzfachliches Interesse an der Umsetzung des Projektes.



Dieses Projekt gehört zum Hauptprojekt: "Erhalt des "Grünen Bandes""

Dem Erhalt des „Grünen Bandes“ - der naturschutzfachlich hochwertigen Flächen der früheren innerdeutschen Grenze - haben sich mehrere Naturschutzverbände verpflichtet. Ein Bereich, der deutschlandweit im Mittelpunkt des Interesses steht, ist der Grenzstreifen in den Thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg. Seit dem Jahr 2000 wurden hier durch die Stiftung eine ganze Reihe von Projektförderungen realisiert. Rund 12,5 Hektar (ausschließlich Flächen, die den Verbänden von Privatpersonen angeboten wurden) konnten so erworben werden. Diese verteilen sich auf die unterschiedlichsten Lebensräume, von Halbtrockenrasen bis hin zu Röhrichtzonen. Entsprechend groß ist die Vielfalt der nachgewiesenen Tier- und Pflanzenarten. Für fast alle dieser Gebiete liegen inzwischen detaillierte Nutzungs- und Pflegekonzepte vor. In den meisten Fällen gelang es auch, die Flächen in das Bewirtschaftungsregime örtlich ansässiger Landwirte zu integrieren.


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