Projektdetails

Flächenerwerb und Landschaftspflege im GRÜNEN BAND "Klettnitzgrund", Gemarkung Judenbach im LK SON


  • Antragsteller:  BUND Landesverband Thüringen e.V.
  • finanzieller Gesamtumfang:  5.379,42 EUR
  • Förderung durch die Stiftung Naturschutz Thüringen: 4.841,48 EUR
  • Projektzeitraum: 09/2011 bis 12/2012

Projektbeschreibung

Das zu erwerbende Grundstück liegt im Naturraum "Hohes Thüringer Schiefergebirge - Frankenwald". Die Fläche befindet sich innerhalb des NSG "Tettautal" und des FFH-Gebietes "Tettautal und Klettnitzgrund", ca. 1,2 km entfernt vom GRÜNEN BAND. Das Tal des Klettnitzbaches wurde nach Rodung mindestens ein Jahrhundert als Grünland genutzt und auch während der Zeit der deutschen Teilung weiterhin offen gehalten. Die Klettnitz mit den Bach begleitenden Ufergehölzen und den Hochstaudenfluren weisen überwiegend einen naturnahen Charakter auf. Die derzeitig nicht bewirtschafteten Wiesenflächen sind durch ein kleinräumiges Mosaik naturraumtypischer Vegetationseinheiten von bodensauren Magerrasen zu montanen Feuchtwiesen gekennzeichnet. Von besonderer Bedeutung sind die Vorkommen des Wachtelweizen-Scheckenfalters, Großer Perlmutfalter, Adippe-Perlmutfalter, Mädesüß-Perlmutfalter, Warzenbeißer, Goldschrecke, Schwarzspecht und Braunkehlchen. Das Ankaufsvorhaben soll dem Erhalt und der Entwicklung von wertvollen Borstgrasrasen und Bergwiesen, dem Fließgewässer sowie der Erhaltung und Verbesserung der Lebensbedingungen für seltene und gefährdete Arten dienen.



Dieses Projekt gehört zum Hauptprojekt: "Erhalt des "Grünen Bandes""

Dem Erhalt des „Grünen Bandes“ - der naturschutzfachlich hochwertigen Flächen der früheren innerdeutschen Grenze - haben sich mehrere Naturschutzverbände verpflichtet. Ein Bereich, der deutschlandweit im Mittelpunkt des Interesses steht, ist der Grenzstreifen in den Thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg. Seit dem Jahr 2000 wurden hier durch die Stiftung eine ganze Reihe von Projektförderungen realisiert. Rund 12,5 Hektar (ausschließlich Flächen, die den Verbänden von Privatpersonen angeboten wurden) konnten so erworben werden. Diese verteilen sich auf die unterschiedlichsten Lebensräume, von Halbtrockenrasen bis hin zu Röhrichtzonen. Entsprechend groß ist die Vielfalt der nachgewiesenen Tier- und Pflanzenarten. Für fast alle dieser Gebiete liegen inzwischen detaillierte Nutzungs- und Pflegekonzepte vor. In den meisten Fällen gelang es auch, die Flächen in das Bewirtschaftungsregime örtlich ansässiger Landwirte zu integrieren.


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