Projektdetails

Grundstückskäufe einschl. Erst- und Folgepflege in der Gemarkung Neuenhof im Wartburgkreis


  • Antragsteller:  Arbeitskreis Heimische Orchideen Thüringen e.V.
  • finanzieller Gesamtumfang:  12.244,80 EUR
  • Förderung durch die Stiftung Naturschutz Thüringen: 8.571,36 EUR
  • Projektzeitraum: 02/2013 bis 12/2016

Projektbeschreibung

Der Wiesenkomplex in der Tallage im Eckardsgrund bei Neuenhof bestehend aus Feucht- und Nass-wiesen und Auwaldstrukturen genießt Biotopschutz gemäß § 30 BNatSchG. Es handelt sich um ein botanisch besonders interessantes Gebiet, da sich durch die geologische Struktur (Röt, Kupferschiefer, Zechsteindolomit) verschiedene Pflanzengesellschaften mit einem reichhaltigen Artenspektrum entwi-ckeln konnten. So findet man in den Wäldern auch Cephalanthera longifolia, Epipaetis microphylla, Epi-pactis purpurata und im weiteren Umfeld auch Orchis purpurea. Neben Seggenarten, Binsen, Pestwurz, Storchschnabel, Blutweidrich, Sumpf-Ziest, Minzen, Kleiner Baldrian, gibt es auch vereinzelt das Fuchssche- und das Breitblättrige Knabenkraut. Da diese Lebensräume „Seggen-, Binsen- und Hoch-staudenreiche Nass- und nicht intensiv genutzte Feuchtwiesen“ in unseren Tälern immer seltener wer-den, bietet sich durch den Kauf die Gelegenheit, diese langfristig zu sichern.



Dieses Projekt gehört zum Hauptprojekt: "Erhalt des "Grünen Bandes""

Dem Erhalt des „Grünen Bandes“ - der naturschutzfachlich hochwertigen Flächen der früheren innerdeutschen Grenze - haben sich mehrere Naturschutzverbände verpflichtet. Ein Bereich, der deutschlandweit im Mittelpunkt des Interesses steht, ist der Grenzstreifen in den Thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg. Seit dem Jahr 2000 wurden hier durch die Stiftung eine ganze Reihe von Projektförderungen realisiert. Rund 12,5 Hektar (ausschließlich Flächen, die den Verbänden von Privatpersonen angeboten wurden) konnten so erworben werden. Diese verteilen sich auf die unterschiedlichsten Lebensräume, von Halbtrockenrasen bis hin zu Röhrichtzonen. Entsprechend groß ist die Vielfalt der nachgewiesenen Tier- und Pflanzenarten. Für fast alle dieser Gebiete liegen inzwischen detaillierte Nutzungs- und Pflegekonzepte vor. In den meisten Fällen gelang es auch, die Flächen in das Bewirtschaftungsregime örtlich ansässiger Landwirte zu integrieren.


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