Projektdetails

Modellhafte Ziegenbeweidung als nachhaltige Landschaftspflege zur Biotopgestaltung im LSG 62 in Steinbach-Hallenberg


  • Antragsteller:  Landschaftspflegeverband "Thüringer Wald" e.V.
  • finanzieller Gesamtumfang:  27.935,00 EUR
  • Förderung durch die Stiftung Naturschutz Thüringen: 23.744,75 EUR
  • Projektzeitraum: 08/2012 bis 06/2013

Projektbeschreibung

Im August 2010 begann der Landschaftspflegeverband im Steinbach-Hallenberg am Hohen Berg ein Projekt zur Entfernung der dort vorhandenen Sukzession. Zur Entwicklung einer Bergwiese erfolgte eine Heublumensaat. Nun soll auf einer 1,8 ha großen, relativ steilen Fläche eine modellhafte Ziegenbewei-dung realisiert werden. Mit der Beweidung durch die Ziegen soll ein erneutes Verbuschen der Fläche im Laufe der Jahre verhindert und entsprechend Grünlandgesellschaften entwickelt werden. Basierend auf Erfahrungen sowie den bekannten Lebens- und Verhaltensweisen von Ziegen gilt es eine sichere und nicht zu überwindende Vergatterung zu errichten. Ebenso soll für die Tiere ein schützender Unterstand errichtet werden. Nach dem Projektende wird die Bewirtschaftung der Fläche durch den Kooperationspartner, die Agrargenossenschaft Schmalkalden-Schwallungen e.G., realisiert und somit die Nachhaltigkeit der Maßnahme gesichert.



Dieses Projekt gehört zum Hauptprojekt: "Erhalt des "Grünen Bandes""

Dem Erhalt des „Grünen Bandes“ - der naturschutzfachlich hochwertigen Flächen der früheren innerdeutschen Grenze - haben sich mehrere Naturschutzverbände verpflichtet. Ein Bereich, der deutschlandweit im Mittelpunkt des Interesses steht, ist der Grenzstreifen in den Thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg. Seit dem Jahr 2000 wurden hier durch die Stiftung eine ganze Reihe von Projektförderungen realisiert. Rund 12,5 Hektar (ausschließlich Flächen, die den Verbänden von Privatpersonen angeboten wurden) konnten so erworben werden. Diese verteilen sich auf die unterschiedlichsten Lebensräume, von Halbtrockenrasen bis hin zu Röhrichtzonen. Entsprechend groß ist die Vielfalt der nachgewiesenen Tier- und Pflanzenarten. Für fast alle dieser Gebiete liegen inzwischen detaillierte Nutzungs- und Pflegekonzepte vor. In den meisten Fällen gelang es auch, die Flächen in das Bewirtschaftungsregime örtlich ansässiger Landwirte zu integrieren.


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