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Heidepflege im Grünen Band bei Heid

Im Bereich des Grünen Bandes begegnen uns an vielen Stellen Zwergstrauchheiden, die heute selten geworden sind. In der „Görsdorfer Heide" bei Heid, im ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen, ist der geschützte Lebensraum „Zwergstrauchheide“ noch zu finden. Allerdings ist die Heide stark durch das Aufkommen von Ginster bedroht, der die Heide überwuchert. Dem kann nur durch gezielte Pflegemaßnahmen und durch eine langfristige geeignete Nutzung entgegenwirkt werden.

Daher laufen seit Monatsbeginn im Auftrag der Stiftung Naturschutz Thüringen Pflegemaßnahmen. Dabei wird der Ginster und anderer Gehölzaufwuchs (z. B. Birken und Kiefern) entfernt und von der Fläche weitestgehend beräumt. So bekommt die Heide wieder Licht und Luft und kann sich flächendeckend auf den kargen, sandigen Böden entwickeln.

Zusätzlich wird die Heidefläche zweimal jährlich mit Schafen und Ziegen beweidet und kann so langfristig offen gehalten werden. Die geeignete Nutzung solcher Offenlandlebensräume stellt eine Symbiose von Naturschutz und landwirtschaftlicher Nutzung dar. Die Beweidung schützt die Heideflächen vor Gehölzaufwuchs, trägt zur regelmäßigen Verjüngung der Heide durch Verbiss bei und befördert den Nährstoffentzug. Von der offeneren Landschaft werden übrigens nicht nur lichtliebende Tier- und Pflanzenarten, wie Bienen und andere lichtliebende Insekten profitieren. Der freigestellte Kolonnenweg bietet auch dem Wanderer wieder ein freies Blickfeld auf die Schätze des Grünen Bandes.

 

Ansprechpartner: Ines Püschel - ines.pueschel(at)snt.thueringen.de