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Neue tierische Landschaftspfleger im Alperstedter Ried

Seit Montag, 11. Juli sind nun weitere tierische Landschaftspfleger im Alperstedter Ried im Einsatz:  vier durch einen Großspender des WWF finanzierte Wasserbüffeldamen. Herr Ministerpräsident Ramelow, Umweltstaatssekretär Olaf Möller, Dr. Wagner vom zuständigen Agrarunternehmen, der Spender Michael Rathgeber und Dr. Dieter Franz von der Stiftung Naturschutz Thüringen öffneten im Rahmen der Sommerbereisung des Ministerpräsidenten das Gatter, um die Tiere in das Projektgebiet zu entlassen. Als tierische Landschaftspfleger sollen sie dort helfen, Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten zu schaffen und zu erhalten. So profitieren zum Beispiel Kiebitze und Bekassinen von Schlammflächen, die durch die Aktivität der Wasserbüffel entstehen. Auf einer Fläche von etwa 120 ha wird das Schutzgebiet nun durch Exmoor-Ponys, Wasserbüffel und demnächst auch Rotes Höhenvieh beweidet. Ein Stauwehr sorgt seit Anfang März dafür, dass wieder mehr Wasser ins Moor gelangt. Im Alperstedter Ried wurde durch Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Flurbereinigung und Naturschutz ein bundesweit bedeutendes Schutzgebiet erheblich naturschutzfachlich aufgewertet. Es gelang durch einen nachhaltigen Interessenausgleich, eine Win-win-Situation für alle Beteiligten zu erzielen und die Bürger von Alperstedt, aber auch aus dem nahen Erfurt dürfen sich mit den „Wilden Weiden“ über ein Naherholungsgebiet von besonderer Qualität freuen.

Hintergrund:

Die Stiftung Naturschutz Thüringen ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Freistaates Thüringen. Seit 1995 initiiert und fördert sie Maßnahmen und Projekte in Thüringen, die dem Naturschutz dienen und ihn voranbringen. 

Die Maßnahmen im Alperstedter Ried werden im Rahmen des Eigenprojektes „Moorlandschaft Alperstedter Ried“ durch das laufende Flurbereinigungsverfahren sowie mit ca. 500.000 €  aus der Ausgleichsabgabe finanziert. 

Weitere Maßnahmen aus Kapitalerträgen und Mitteln der Ausgleichsabgabe beinhalten u.a. die Sicherung, Wiederherstellung und Entwicklung von Biotopen, die Umweltbildung oder Forschungen auf dem Gebiet des Naturschutzes. Die Stiftung ist zudem Eigentümerin von Flächen in Thüringen und am Grünen Band Thüringen, den entstandenen Rückzugsräumen entlang des ehemaligen innerdeutschen Grenzverlaufs.