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Schutz des NSG „Leite bei Harras“ am „Amiblick“

Im gesamten Naturschutzgebiet „Leite bei Harras“ wurden in den letzten Jahren entlang des Grünen Bandes eine Vielzahl von Maßnahmen zur Biotop- und Landschaftspflege durchgeführt. Ziel war es, vor allem den Offenlandarten, die auf eine extensive Nutzung angewiesen sind und es an anderer Stelle schwer haben, wieder eine Chance zu geben.

Leider wird die Entwicklung solcher naturschutzfachlich bedeutenden Flächen an einigen Stellen immer wieder durch Fremdeinwirkung wie Müllablagerung und Fahrspuren gestört. Dies hat nicht nur negative Auswirkungen für die Natur, auch der Bewirtschafter, der eine Förderung zur umweltgerechten Landwirtschaft, Erhaltung der Kulturlandschaft, Naturschutz und Landschaftspflege (KULAP 2014) auf diesen Flächen beantragt hat, muss unverschuldet mit drastischen finanziellen Sanktionen rechnen oder kann für diese Flächen keine Agrarförderung beantragen.

Beim „Amiblick“ bei Herbartswind wurde eine Fläche im Grünen Band in der Vergangenheit immer wieder unerlaubt stark von Fahrzeugen frequentiert. Nicht nur die Fläche wurde widerrechtlich befahren und der Trockenrasen damit geschädigt, es wurde auch Unrat hinterlassen und Feuerstellen angelegt.

Dass es sich hier eigentlich um artenreiche Offenlandlebensräume handelt, die durch die Beweidung mit Schafen und Ziegen langfristig gesichert werden sollen, war hier kaum mehr zu erkennen.
 

Daher hat sich die Stiftung Naturschutz Thüringen als Eigentümerin der Fläche und als Trägerin des Nationalen Naturmonuments „Grünes Band“, zu dem diese Fläche gehört, in Abstimmung mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde, der Stadt Eisfeld sowie den benachbarten bayerischen Gemeinden Meeder und Lautertal und der Bewirtschafterin entschieden, die „wild“ entstandene Durchfahrt mit einer neuen Hecke zu bepflanzen und so den Fahrzeugverkehr in diesem Bereich zu unterbinden.

Die Arbeiten dazu werden aktuell von einem beauftragten Unternehmen durchgeführt. Wir hoffen, dass dadurch der Verkehr auf der Anhöhe verhindert wird und somit dieser schöne Fleck Erde für Wanderer wie auch für die vielen seltenen Arten, die auf diesen Lebensraum angewiesen sind, langfristig erhalten bleibt.

Die neugepflanzte Hecke wird vorerst eingezäunt und so vor böswilliger Zerstörung geschützt. Die vorhandene Wegeverbindung als Wanderweg bleibt selbstverständlich erhalten und kann weiterhin genutzt werden.