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Stiftung Naturschutz Thüringen bei der „Woche der Umwelt“ im Park von Schloss Bellevue

Rund 190 Aussteller werden bei der „Woche der Umwelt“ am 9. und 10. Juni 2020 im Park von Schloss Bellevue innovative Ideen und Projekte rund um die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit präsentieren. Mit dabei die Stiftung Naturschutz Thüringen (SNT). Sie wird sich gleich an zwei Ständen mit zwei Themengebieten präsentieren.

Zusammen mit der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) wird die SNT das Nationale Naturmonument als Grünes Band auf der Umweltmesse vorstellen. Das Grüne Band wurde 2018 in Thüringen (763 km) und 2019 in Sachsen-Anhalt (343 km) als Nationales Naturmonument ausgewiesen und somit unter besonderem Schutz gestellt. Die Stiftungen stehen deshalb in besonderer Verantwortung für den Erhalt und die Entwicklung dieses längsten Biotopverbundes Deutschlands und einzigartigen Denkmals der deutschen Teilung und Wiedervereinigung. „Mit einem Stand bei der Woche der Umwelt sehen wir eine große Chance über das Nationale Naturmonument zu informieren und aufzuklären“, so Denis Peisker, Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Thüringen. „Das Grüne Band ist nicht nur eine einzigartige Schatzkammer der Artenvielfalt, sondern auch ein wichtiger Erinnerungsort der Deutsch-Deutschen Teilung.“
Das insgesamt knapp 1.400 Klinometer lange Grüne Band Deutschland bietet zudem aufgrund seiner einzigartigen Kombination aus Naturerlebnis und historischen Bildungsangeboten einen idealen Ausgangspunkt für Rad- und Wandertouristen. So sind bereits in einigen Regionen, wie zum Beispiel in der Region Thüringer Wald und Schiefergebirge/Frankenwald  verschiedene Rad- und Wanderrouten ausgearbeitet worden. In Führungen zu den unterschiedlichsten Themengebieten des Grünen Bandes können sich Touristen und Einheimische über diesen einzigartigen Biotopverbund informieren.  

An einem Gemeinschaftsstand von zehn Naturschutzstiftungen aus verschiedenen Bundesländern wird die Stiftung zudem ihr Projekt im Alperstedter Ried vorstellen. Das Alperstedter Ried ist das größte Kalkflachmoor im Thüringer Becken. Ziel ist es, die weitgehende Wiederherstellung der hydrologischen Verhältnisse. Um dem größten Durchströmungsmoor Thüringens wieder das Wasser zurückzugeben, wurden Entwässerungsgräben geschlossen, ein Wehr zur Wasserstandregulierung gebaut sowie Feuchtmulden für Wiesenbrüter und Amphibien angelegt. Zusätzlich wurden über 40 Hektar Acker in Grünland umgewandelt. Eine Ganzjahresbeweidung auf 115 Hektar sorgt dafür, dass die Flächen nicht wieder mit Schilf und Gehölzen zuwachsen und dass Wiesen und Tümpel offen bleiben. Durch die Beweidung entsteht ein vielfältiges Vegetationsmosaik, ein Paradies für Insekten und Vögel.

Zum sechsten Mal seit 2002 findet die Umweltmesse des Bundespräsidenten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) statt. Aus über 440 Bewerbungen wurden 190 Aussteller ausgewählt, um sich auf fast 4.000 Quadratmetern zu den Fachthemen innovative Umwelttechnik, Energieeffizienz und Ressourcenschutz, Klimaschutz, Energiewende, Bildung, Naturschutz, Digitalisierung, Gewässerschutz, Bodenschutz, Flächenverbrauch, Biodiversität, Mobilität und Verkehr sowie Bauen und Wohnen zu präsentieren. In den einzelnen Pavillons finden Projektpräsentationen statt. Parallel dazu wird es ein breites Veranstaltungsprogramm geben.