16 Sumpfschrecke
Stethophyma grossum
„Die Knips-Schrecke mit den roten Beinen und schwarzen Knien”
Wie sieht sie aus?
Die Sumpfschrecke ist eine auffällig gefärbte, mittelgroße Heuschreckenart mit einer Körperlänge von 16 bis 35 mm.
Die Grundfärbung variiert stark. Sie reicht von olivgrün über dunkelbraun bis hin zu gescheckt-purpurrot. Vorallem die Weibchen können diese kräftige Färbung aufweisen.
Typische Erkennungsmerkmale sind die rot-orange gefärbten Unterseiten der Hinterschenkel und die auffällig schwarzen Knie.
Wo helfen wir ihr?
Durch die Reaktivierung von Auenlandschaften – wie sie an der Werra bei Frankenroda erfolgt ist – schafft die Stiftung Naturschutz Thüringen neue Lebensräume zur Erhaltung der Sumpfschrecke und vieler weiterer Tier- und Pflanzenarten.
Auch die extensive Beweidung von Feuchtgrünländern wie im Alperstedter Ried trägt zum Schutz der Art bei.
Wo lebt sie?
Die Sumpfschrecke ist eine auf feuchte Offenlandschaften spezialisierte Art und bewohnt bevorzugt Feucht- und Nasswiesen, die traditionell extensiv als Wiesen oder Weiden genutzt werden.
Entscheidend ist dabei eine ganzjährig hohe Bodenfeuchte, denn die Art ist besonders empfindlich gegenüber Austrocknung.
Somit ist sie eine typische Bewohnerin von Überschwemmungsgebieten und eine Charakterart der Auen.
Wusstest du?
Im Gegensatz zu vielen anderen Heuschreckenarten zirpt die Sumpfschrecke nicht. Stattdessen erzeugt sie durch das ruckartige Zurückschleudern des Hinterbeins knipsende Geräusche, die weithin hörbar sind. Ein Verhalten, das vor allem die Männchen zeigen - Weibchen singen dagegen nur selten.
Wie gefährdet ist sie?
Früher war die Sumpfschrecke in vielen mitteleuropäischen Feuchtgebieten weit und häufig verbreitet. Heute gilt sie in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes als selten oder gefährdet.
Die Gründe hierfür sind vor allem der Verlust natürlicher Auen, die Begradigung und Befestigung von Flüssen und Bächen sowie der Rückgang extensiv genutzter Feuchtgrünländer.
Unser Tipp!
Mit dem Großprojekt „Blaues Band trifft Grünes Band” wird die Stiftung Naturschutz Thüringen in den kommenden Jahren zahlreiche weitere Auenlebensräume entlang der Werra schaffen.